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Die Leipziger Jugend-Literatur-Jury |
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Die Leipziger Jugend-Literatur-Jury wurde 2006 gegründet. Sie besteht derzeit aus 19 Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren aus verschiedenen Leipziger Schulen. Seit ihrer Gründung vergibt sie ihren eigenen Preis. Auf der Leipziger Buchmesse verkünden die Juroren jedes Jahr ihre sechs Favoriten, die im Laufe des Jahres von Prominenten aus Wirtschaft, Politik und Kultur vorgestellt bzw. von den Jugendlichen selbst in unseren Bibliotheken präsentiert werden. Die Leipziger Jugend-Literatur-Jury wird von den Leipziger Städtischen Bibliotheken und der Kinder- und JugendKulturWerkstatt Südost betreut.
Leipziger Jugend-Literatur-Jury on Tour
Die Mitglieder der Leipziger Jugend-Literatur-Jury können direkt für eine Präsentation ihrer Favoriten im Unterricht gebucht werden. Bestellungen (PDF 760 KB) werden im Interim der Leipziger Stadtbibliothek oder der Bibliothek Südvorstadt entgegengenommen.
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Die Favoriten 2011
Doctorow, Cory: Little Brother. – Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010 Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Marcus, alias «w1n5t0n», ist 17, smart und ein begeisterter Gamer. Als Terroristen die Oakland Bay Bridge in San Francisco in die Luft sprengen, befinden er und seine Freunde sich zur falschen Zeit am falschen Ort. Agenten der Sicherheitsbehörde halten sie für verdächtig und verschleppen sie auf eine geheime Insel, wo sie tagelang verhört, schikaniert und gedemütigt werden. Als Marcus freikommt, hat sich San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt. Jeder Bürger – ein potentieller Terrorist; Menschenrechte – zweitrangig; Freiheit – ein «Sicherheitsrisiko». Marcus und seine Freunde können nicht akzeptieren, was geschehen ist – und beschließen, sich zu wehren. Mit Hilfe subversiver neuer Medien organisieren sie sich zu einer «Gamer-Guerilla». Ihr Plan: Sabotage der staatlichen Überwachung. Ihre Waffen: die Zukunftstechnologien. Ihr Ziel: der Sturz der Regierung.
Der Autor: Cory Doctorow schreibt Science-Fiction-Romane sowie Kolumnen für Make, Information Week, Guardian online und Locus. Er gewann den Campbell Award, dreimal den Locus Award und wurde für den Hugo und den Nebula Award nominiert. Der Autor setzt sich für die Freiheit der Datenverbreitung ein und zählt laut Forbes Magazine zu den 25 wichtigsten Web-Influencers der Welt.
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Green, John: Margos Spuren. – München: Hanser, 2010 Aus dem Englischen von Sophie Zeitz
Schon als kleiner Junge war Quentin in die schöne, impulsive Margo verliebt - und schon damals war sie ihm ein Rätsel: Niemand konnte so mutig und entschlossen sein wie sie, niemand wirkte so unnahbar. Nachdem Quentin Margo bei einem nächtlichen Rachefeldzug geholfen hat, verschwindet diese urplötzlich und hinterlässt geheimnisvolle Spuren. Quentin ist verwirrt: Sind die Spuren für ihn? Soll er die Suche aufnehmen? Doch dann verfolgt er jeden Hinweis und befindet sich plötzlich inmitten eines aufregenden Abenteuers, irgendwo zwischen Roadmovie, Detektiv- und Liebesgeschichte.
Der Autor: John Green, 1977 geboren, studierte Englisch und vergleichende Religionswissenschaften. Er arbeitete zunächst als freier Journalist für die Branchenzeitschrift Booklist. Für sein Debüt "Eine wie Alaska" (2007) - nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 - erhielt er großes Lob von der Kritik und den Printz Award für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Jugendliteratur. Green lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Indianapolis.
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Hills, Lia: Leben ist auch keine Lösung. - Bindlach: Script5, 2010 Aus dem Englischen von Simone Wiemken
Seine Mutter verunglückt bei einem Autounfall. Auf ihrer Beerdingung verliebt er sich zum ersten Mal unsterblich in eine junge Frau. Tod – Liebe. Wie kann das eine so selbstverständlich neben dem anderen stehen? Will ist 17, als er sich, überfordert von den einschneidenden Ereignissen in seinem Alltag, auf die Suche macht. Auf die Suche nach Wahrheit und nach einem Leitfaden durch diesen Irrgarten, der sich Leben nennt. Nach einem Sinn, der die eigene Existenz rechtfertigt. Sterben kann ja wohl jeder. Aber wie um alles in der Welt lebt man?
Die Autorin: Lia Hills wurde in Neuseeland geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Australien, außerhalb von Melbourne. Die junge Schriftstellerin und Übersetzerin, die zeitweise auch als Journalistin und Lehrerin tätig war, schreibt unter anderem fürs Theater und Ballett und verfasst Gedichte. Einige ihrer Werke wurden bereits international veröffentlicht. „Leben ist auch keine Lösung” ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.
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Murail, Marie-Aude: Über kurz oder lang. – Frankfurt: Fischer Schatzinsel, 2010 Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
Um seinen karrierebewussten Vater zu schockieren, entscheidet sich der vierzehnjährige Louis für ein Schülerpraktikum, das ihm seine Oma vermittelt hat. Im Friseursalon »Marielou« soll er sieben Tage Haare zusammenfegen... Im Zentrum der Handlung stehen die sympathisch-skurrilen Figuren und das pralle Leben in einem französischen Friseursalon, in dessen Mitte Louis seine Begabung entdeckt – und das hat mit Protest gegen den Vater bald nichts mehr zu tun.
Die Autorin: Marie-Aude Murail stammt aus einer Schriftstellerfamilie aus Le Havre, Frankreich. Sie studierte Philosophie an der Sorbonne. Mit ihren Geschichten amüsiert sie Kinder wie Erwachsene – deshalb zählt sie zu den beliebtesten zeitgenössischen Kinder- und Jugendbuchautorinnen Frankreichs und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. 2008 wurde ihr Roman »Simpel« von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
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Teller, Janne: Nichts : was im Leben wichtig ist. – München: Hanser, 2010 Aus dem Dänischen von Sigrid Engeler
"Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun." Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm ...
Die Autorin: Janne Teller wurde am 8.4.1964 in Kopenhagen geboren. Ihre Mutter stammt aus Österreich und ihr Großvater väterlicherseits aus Norddeutschland. 1999 erschien ihr hoch gelobtes Debüt "Odins Insel". Ein Jahr später erschien "Nichts", das der Verlag zunächst gar nicht publizieren wollte, weil es zu außergewöhnlich war. In den ersten zwei Jahren wurde auch kaum ein Exemplar verkauft. Dann bekam der Roman den Dänischen Kinderbuchpreis 2001 und fand immer mehr Leser, aber es gab auch viel Widerstand, nicht nur in der Presse. Anfangs war er sogar vom dänischen Schulamt in Voborg verboten - an den Schulen in Westnorwegen ist er bis heute nicht erlaubt. Mittlerweile ist in Dänemark die 13. Auflage erschienen, und "Nichts" ist eines der am häufigsten verwendeten Bücher in den dänischen Abiturprüfungen.
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Schrocke, Kathrin: Freak City. - Düsseldorf: Sauerländer, 2010
Lea ist hübsch, temperamentvoll – und von Geburt an gehörlos. Als Mika sie zum ersten Mal sieht, zieht ihn das quirlige Mädchen mit der Lockenmähne sofort in ihren Bann. So sehr, dass er beschließt, einen Gebärdensprachkurs zu machen. Familie und Freunde sind skeptisch und bald kommen ihm selbst erste Zweifel. Nie hätte er gedacht, dass die Welt der Gehörlosen eine völlig andere ist als seine. Und plötzlich ist da wieder Sandra, Mikas Exfreundin, über die er nie ganz hinweggekommen ist. Doch Lea hat sich schon in sein Herz geschlichen ...
Die Autorin: Kathrin Schrocke, 1975 geboren, studierte Germanistik und Psychologie. Sie lebt in Augsburg und ist Autorin von Erzählungen und Theaterstücken sowie Kinder- und Jugendromanen.
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„Wahnsinnig spannende Vision von dem, was schon morgen passieren könnte.“ (Stephan)
„Eine Zukunftsangst, die Wirklichkeit geworden ist.“ (Gregor)
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„’Aus der Nähe ist alles hässlicher’ – Das Buch nicht, wie tief man auch eintaucht, wie man es dreht und wendet.“ (Lina)
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„Das Leben hat einen Sinn: Den Sinn, den wir ihm geben.“ (Maike)
“Philosophie mal anders“ (Gregor) |
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„Ein Buch mit französischem Humor über einen Jungen, der sich selbst verwirklicht.“ (Lucas) „wahnsinnig rührend und doch so normal“ (Annalena)
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„Das Wort sprachlos beschreibt es wahrscheinlich am besten.“ (Annalena)
„Ein tiefgründiges Buch mit viel Bedeutung“ (Lydia) |
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„Ein Buch, das berührend von den leisen Tönen des Lebens berichtet.“ (Sabine)
„Zwei scheinbar so weit auseinander liegende Welten werden verbunden - und sind sich doch gar nicht so fremd“ (Annalena) |
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