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Weitere Informationen zur Geschichte des Südfriedhofs |
Man hatte schon im Jahre 1878 große Flächen Landes erworben und begann mit dem Bau des Friedhofes im Jahre 1885.
Zunächst wurden 13 ha als Friedhof hergestellt, daran schlossen sich im Jahre 1900 eine Fläche von 8 ha und 1906 noch weitere 29 ha an, so dass im Ganzen 50 ha bis zum Tränkengraben zur Verfügung standen. Die erste Beisetzung erfolgte am 1. Juni 1886. Diese Grabstelle des Markthelfers Carl August Schmidt befindet sich in der I. Abteilung des Südfriedhofes und ist noch heute zu besichtigen. Die heutige Gesamtfläche beträgt 78 ha. Seit der Eröffnung fanden hier ca. 500.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte. Viele dieser Grabstätten wurden inzwischen eingeebnet und neu belegt. Heute hat der Friedhof ca. 150.000 Grabstellen, wovon zur Zeit 70.000 Grabstellen in Nutzung sind.
Die erste Einäscherung wurde noch vor der Bauabnahme des Krematoriums am 4. Dezember 1909 durchgeführt. Seitdem stieg der Feuerbestattungsanteil stetig an. Das prägte natürlich auch das Bild des Südfriedhofes, denn dadurch sind seit den 60er Jahren zahlreiche Grabfelder für Urnenbeisetzungen entstanden.
Stellvertretend für weitere bedeutende Leipziger Persönlichkeiten, deren Gräber sich auf dem Südfriedhof befinden, seien genannt die Thomaskantoren Gustav Schreck, Karl Straube, Günther Ramin und Erhard Mauersberger, die Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke, Arthur Nikisch und Franz Konwitschny oder der Zoodirektor Max Schneider. Weitere Namen sind die Verlegerfamilien Herfurth, Hinrichsen, Hirzel, und Meyer oder das Leipziger Original Seiferts Oskar.
Durch die Friedhofsverwaltung werden auch die vorhandenen Kriegsgräberanlagen aus dem 1. und 2. Weltkrieg sowie das zentrale Grabfeld der Bombenopfer Leipzigs in der XXVIII. Abteilung betreut und entsprechend der Genfer Konvention zum mahnenden Gedenken erhalten und gepflegt. |
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