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Historischer Kleingärtnerverein „Südvorstadt“ |
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Zehn Jahre nach der Gründung des „Schrebervereins“ (1864) folgte der Verein „Südvorstadt“ (1874), der somit der zweitälteste Schreberverein der Stadt Leipzig ist. Die Anlage steht, ebenso wie die Kleingartenanlagen Dr. Schreber und Johannistal, unter Denkmalschutz.
Am 27. Februar 1874 beantragte Dr. William Smitt eine Gemeinschaft nach dem Vorbild des ersten Schrebervereins in der Westvorstadt zu gründen. Der Antrag wurde gebilligt und einen Monat später gab es offiziell den zweiten Schreberverein der Stadt Leipzig. Seinen damaligen Namen „Südvorstadt“ trägt der Verein noch heute. Ebenso hat sich der Standort seit der Gründung nicht verändert. Aus diesem Grund ist es auch die älteste bestehende Schreberanlage, da der ältere Schreberverein in der Westvorstadt seinen ursprünglichen Standort verlassen musste und seinen heutigen Standort erst später erhalten hat.
Damit der Verein überhaupt wirksam werden konnte, wurde ein Stück Land in einen Kinderspielplatz und in angrenzende Gärten aufgeteilt. Mit viel Arbeit wurde das Gelände nach dem Vorbild des Schrebervereins in der Westvorstadt angelegt.
Was Schreber und Hauschild an Ideen aufwarfen, nämlich die Großstadtkinder bei Spiel und Sport in freier Natur gesund zu erhalten, fand genauso im Verein Südvorstadt Verständnis und Förderung. In den Anfangsjahren organisierte und leitete der Lehrer Karl Gesell die Spieltätigkeit auf dem Platz. Ebenso wie er es zuvor beim ersten Schreberverein getan hatte.
Einer der wohl berühmtesten Pächter in der Anlage war der Reichstagsabgeordnete Wilhelm Liebknecht, einer der Gründer der deutschen Arbeiterbewegung. Er hatte eine Parzelle gepachtet und den Garten von 1874 bis 1890 bewirtschaftet. |
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