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Friedenspark

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Im Friedenspark: Blick zur Russischen Kirche
Blick zur Russischen Kirche

Der Neue Johannisfriedhof - der heutige Friedenspark - wurde als zweiter städtischer Friedhof im Jahr 1846 auf einem etwa 20 Hektar großen Gelände südöstlich des Johannistals eröffnet.

Der seit dem Jahr 1563 bestehende und nicht mehr erweiterungsfähige Alte Johannisfriedhof wurde 1883 geschlossen.

Das Tor des Johannishospitals - der Vorgängerbau des Neuen Grassimuseums - wurde in das Eingangsportal des neuen Friedhofes einbezogen. Kapelle und Leichenhalle entstanden zwischen 1881 und 1884 nach Entwürfen des Architekten Hugo Licht. Sie, wie auch weitere Kunstwerke des Friedhofes, wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Am 31.12.1950 sperrte die Stadtverwaltung den Neuen Johannisfriedhof für Bestattungen, am 31.12.1970 wurde er für die Öffentlichgkeit geschlossen. In den Jahren 1973 bis 1975 erfolgte die Säkularisation, der Abbruch der Abteilungswände mit den Gruftanlagen, die oberflächliche Beräumung und die Einebnung der Gräber. Umbettungen wurden nur im Rahmen privater Finanzierung durchgeführt.

Die ursprüngliche Vorstellung der Denkmalpfleger war es, zumindest die den Friedhof umfassende Mauer zu erhalten, um möglichst viele kunst- und kulturhistorisch wertvolle Wandstellen in ihrer Gesamtheit zu bewahren. Heute sind von der Umfassungsmauer nur noch dem Verfall preisgegebene Teilstücke mit einzelnen Schriftplatten vorhanden.

Umbau zur öffentlichen Parkanlage

Entsprechend dem Generalbebauungsplan von 1970 sollte der ehemalige Friedhof als Sport- und Erholungspark für die Studenten der Universität ausgebaut werden. Doch mit der Umgestaltung der angrenzenden nnerstädtischen Altbaugebiete Ostvorstadt und Thonberg wurde eine öffentliche Parkanlage konzipiert, um dem Naherholungsbedürfnis der Bürger in diesen Wohngebieten entgegenzukommen.

1983 wurde die erste Ausbaustufe des ehemaligen Neuen Johannisfriedhofs mit verschiedenen Sport- und Spielanlagen als Friedenspark an die Leipziger Bevölkerung übergeben.

 
 

Nach der Säkularisation des Neuen Johannisfriedhofs wählten Denkmalpfleger etwa 120 Einzelobjekte mit stadt- und kunstgeschichtlicher Bedeutung aus, welche auf dem Alten Johannisfriedhof untergestellt werden sollten. Bereits beim unsachgemäßen Transport kam es zu erheblichen Schäden. Der überwiegende Teil der Grabmale lagerte schließlich 23 Jahre lang unter freiem Himmel. Durch Diebstahl und Vandalismus waren weitere Verluste zu beklagen. Im Jahr 1991 waren noch 58 Grabmale vorhanden, konnten saniert und im südöstlichen Teil des Alten Johannisfriedhofs entlang der Prager Straße aufgestellt werden.

Ein Gedenkort im Friedenspark

Ein Gedenkort im Friedenspark erinnert an die Opfer von Kindereuthanasieverbrechen.
Pressemitteilung vom 06.05.2011

 
 
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Kontakt

Stadt Leipzig
Amt für Stadtgrün und Gewässer
Prager Straße 118-136 (Haus A)
04317 Leipzig
Tel.: 0341 123-6099

 
 
 

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