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Geschichte des Volksparks Kleinzschocher

Im Bebauungsplan von 1912 war das Gebiet für eine Bebauung vorgesehen, worauf man aber im Laufe der Zeit zugunsten einer großen Parkanlage verzichtete.

Bereits 1914 hatte der Leipziger Stadtrat Interesse am Kauf der Flächen des Rittergutes Kleinzschocher bekundet. Aber erst 1920 wurde der Kaufvertrag abgeschlossen. Obwohl Schloss und Gärtnerei zu Wohnzwecken umgestaltet worden waren, sperrte man den Schlosspark zunächst für die Öffentlichkeit.

1928 lieferte Gartendirektor Nikolaus Molzen seinen Entwurf für einen Volkspark auf dem Gelände der Schlosswiesen und des Küchenholzes. Zunächst sah die Planung eine ausgedehnte, streng symmetrische Anlage vor. Unter anderem waren eine große Tummelwiese, eine Planschwiese, ein Kulturtheater, ein Uferweg entlang der Elster sowie ein Teich geplant.

Ab 1928 begannen schrittweise die Arbeiten. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden unter anderem die Sondergärten entlang der Küchenholzallee und die weiterführende Wegeverbindung sowie die Ausbildung der Gehölzkulisse um die große Struthwiese fertiggestellt.

In der Folgezeit wurde die Planung jedoch modifiziert, dem vorhandenen reizvollen Landschaftsraum der Elsteraue angepasst und der Schlosspark sowie ein Sommerbad in die Gesamtanlage einbezogen.

Das Schloss wurde im Krieg zerstört und später abgetragen. 1945 wurde das Freibad an der Küchenholzallee wieder eröffnet. In den 50er und 60er Jahren wurde das Parkgelände wieder hergestellt und teilweise verändert. Die danach erfolgte Bebauung verschiedener Flächen durch die GST wurde inzwischen wieder abgebaut.

 
 

deli.cio.us Mister Wong

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