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Schlosspark Lützschena

Neugotisches Schloss von 1862
Neugotisches Schloss von 1862

Seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts befand sich das Rittergut Lützschena im Besitz der alten sächsischen Adelsfamilie von Üchtritz.
1822 wurde das Gut versteigert und durch Maximilian Speck v. Sternburg erworben.
1862 erhielt das Schloss seine heutige Gestalt.

An der Wende zum 20. Jahrhundert wurde der Park verändert. Als folgenreich für die Parkgewässer erwies sich die von Harry Speck v. Sternburg im Zusammenhang mit der Luppe-Regulierung veranlasste Absenkung des Grundwassers um einen Meter.

Nach 1945 erlebte der Park seinen Niedergang. Im Zuge der Bodenreform parzelliert und zur Nutzholzgewinnung freigegeben, war sein ursprünglicher Charakter kaum noch auszumachen.
Im Laufe der Jahre setzte ein erschreckender Vandalismus ein, dem alle Bauten und Kunstwerke bis auf den Borghesischen Fechter am Schloss und die Jungfrauenstatue zum Opfer fielen.
In den fünfziger Jahren kam es zur Aufgabe einzelner Parzellen.

Obwohl der Park 1977 in die Denkmalliste aufgenommen, wenig später eine erste Bestandsdokumentation erstellt und in mehreren Publikationen seine Bedeutung unterstrichen wurde, konnte auch der 1985 gegründete Parkbeirat den weiteren Verfall nur teilweise aufhalten.

Als 1998 die Gefahr bestand, dass der Park erneut parzelliert und so zum Verkauf angeboten werden sollte, entschloss sich der heutige Erbe des Familienbesitzes, Wolf-Dietrich Freiherr Speck v. Sternburg, mit Unterstützung der Stadt Leipzig und der Gemeinde Lützschena, die Anlage zurückzuerwerben und zu sanieren.
In zwei Punkten soll dabei dem Vermächtnis des Parkgründers entsprochen werden: Der Park sollte für die Öffentlichkeit erhalten bleiben und es sollten kaum Rekonstruktionen historischer Vorlagen erfolgen.
Statt dessen wird es in Lützschena um die Wiederherstellung der Grundzüge des Parkcharakters und die Entwicklung weiterführender Ideen gehen.

 
 

Es ist der Wunsch der Familie v. Sternburg, zusammen mit der Stadt Leipzig, in der kommenden Zeit den Leipzigern diesen Landschaftspark in der nordöstlichen Aue schrittweise zurückzugeben.
In der Auwaldstation am heutigen Parkeingang als idealem Start für einen Spaziergang finden die Besucher alle aktuellen Informationen zum Park, diesem bedeutenden Stück gelebter Familiengeschichte.

 
 
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Kontakt

Stadt Leipzig
Amt für Stadtgrün und Gewässer
Prager Straße 118-136 (Haus A)
04317 Leipzig
Tel.: 0341 123-6099

 
 
 
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