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Leberecht Migge

Migge wurde als zwölftes von dreizehn Kindern einer Danziger Großkaufmannsfamilie am 20.3.1881 geboren. Nach einer Gartenbaulehre war er bei der Hamburger Gartenbaufirma Jacob Ochs von 1904 bis 1913 tätig.
Seine Planungen, Publikationen und Ausstellungen lassen bereits die intensive Auseinandersetzung mit der Gartenstadtbewegung in Deutschland erkennen. Eine Reise nach England verstärkte die Hinwendung zur Gartenkultur der Kleingärtner und Siedler.

1913 gründete Migge sein eigenes Büro und veröffentlichte das Buch „Die Gartenkultur des 20. Jahrhunderts“. Entsprechend seinem Verständnis von sozialer Verantwortung wies er auf die Bedeutung von Kleingärten, Volksparks und Siedlungen für die arbeitende Bevölkerung als Ausgleich für unbefriedigende Wohn- und Lebensbedingungen hin.

Seine Entwürfe als Planer und Projektant beruhen auf den Prinzipien der Einfachheit, Brauchbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Schönheit.
Migge beteiligte sich an der Internationalen Baufachausstellung in Leipzig 1913, wobei erste Kontakte mit dem Kuratorium der Mariannenstiftung entstanden. Migge wurde daraufhin mit der Planung des Parks beauftragt. Mit seinen Projekten und Veröffentlichungen setzte Migge Maßstäbe in der Gartenstadtentwicklung Deutschlands.

Er starb am 30.5.1935.

Die Qualität der deutschen Stadtparkanlagen beklagte Migge 1913 in seinem Lehrbuch „Die Gartenkultur des 20. Jahrhunderts“: „...diese waren im wesentlichen Schaustücke und innerlich tot – dekoratives Grün“. Er forderte: „Der ideale Volkspark muss von allen Volksschichten einfach alles das wiedergeben, was unser Großstadtleben als solches ihm vorenthält.“

 
 

deli.cio.us Mister Wong

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