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Nahlewehr/Burgauenbach |
Einlaufbauwerk Burgauenbach
Am linksseitigen Ufer des Elsterbeckens liegt circa 100 Meter oberhalb des Nahlewehrs das so genannte Einlaufbauwerk des Burgauenbaches. Die Höhe der Wasserentnahme liegt hier bei 103,00 m über NN. Durch einen Schieber kann eine regulierbare Wassermenge bis maximal 500 l/s in den sich anschließenden Grabenverlauf eingeleitet werden.
Nahlewehr
Im Auftrag der Talsperrenmeistrei Untere Pleiße wurde das Nahlewehr als eines der drei Elster-beckenabschlusswehre in der Zeit von Mai 2000 bis März 2001 in Stand gesetzt. Neben dem Neubau eines Tosbeckens und der Befestigung des Gewässerbettes mittels Spundwänden und Drahtschotterkörben wurde auch die Böschung durch eine Steinschüttung erneuert. Außerdem wurde die Wehranlage mit einer komplexen Steuer- und Leittechnik sowie einer neuen Energieeinspeisung ausgerüstet.
Burgauenbach
Im Juli 1996 wurde die Beller Consult GmbH vom Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Sachsen e. V., mit der Erstellung der Genehmigungsunterlagen zur Rekultivierung des Burgauenbaches zur Wiedervernässung von Teilflächen der nordwestlichen Leipziger Aue beauftragt.
Im Rahmen eines Landesschwerpunktprojektes Naturschutz wurde das Projekt vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft gefördert.
Ziel des Projektes war die Wiederherstellung eines durchgehenden Grabenverlaufes vom Elsterbecken durch das Leutzscher Holz, die Burgaue bis zu den ehemaligen Lehmlachen an der sogenannten Waldspitze. Durch die Gewährleistung einer ganzjährigen Wasserführung ist die Wiederherstellung von auetypischen Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen möglich.
Die Fließstrecke des rekultivierten Burgauenbaches beträgt insgesamt 5.375 Meter.
Im Zeitraum von Dezember 1997 bis März 1999 wurden vom Betrieb für Beschäftigungsförderung die Arbeiten zur Ausbildung des Grabens sowie der Bau von verschiedenen Durchlässen realisiert.
Im Verlauf des Burgauenbaches mußten zwei Wasserversorgungs-, zwei Abwasser-, eine Strom-, drei Gasleitungen, zwei Bahnlinien, die Gustav-Esche-Straße und mehrere Wald- bzw. Reitwege sowie der Bauerngraben gequert werden. Die Unterdükerung der Bahnstrecke Leipzig - Leutzsch erfolgte zum Beispiel auf einer Gesamtlänge von 62 Metern. Von einer Zwickauer Firma wurde dabei ein gesteuerter Rohrvortrieb im Mikrotunnelverfahren angewendet.
Am 22. März 1999 wurde anlässlich des "Tages des Wassers" der Burgauenbach in Betrieb genommen.
Eine Erweiterung des Projektes zur Anbindung der weiter westlich gelegenen Gebiete wie Pfingstanger und Hänicher Holz ist als zweiter Abschnitt geplant. |
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