|
Leipzig ist nicht nur eine auffallend grüne Stadt, sie kann auch mit einer Rarität aufwarten: Mitten durch Leipzig zieht sich eines der größten Auenwaldgebiete Mitteleuropas. Als Auenwald bezeichnet man einen Wald, der in Überschwemmungsgebieten von Flüssen zu finden ist. Der Leipziger Auenwald liegt im Wesentlichen in der Überschwemmungszone der Elster, Pleiße und der Luppe.
Emil Adolf Roßmäßler, Naturforscher und Schriftsteller, schwärmte bereits vor über 100 Jahren: „Die Auwälder gehören zu den schönsten Laubwäldern. Ein wahres Muster eines solchen Auwaldes erstreckt sich von Leipzig mehrere Meilen westlich bis Merseburg ... Und in solch glücklicher Lage befindet sich Leipzig, welches aus seinem westlichen Tor unmittelbar in einen der schönsten Auwälder Deutschlands eintritt.“
Große Teile des Leipziger Auenwaldes gehören zum Leipziger Stadtwald. Der Leipziger Stadtwald umfasst alle Wälder im Eigentum der Stadt Leipzig, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder außerhalb der Stadtgrenze liegen. Neben der Stadt Leipzig ist im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet "Leipziger Auenwald" der Freistaat Sachsen der größte Waldbesitzer.
Besonders bedeutsam ist die Funktion des Stadtwaldes als eines der wichtigsten städtischen Erholungsgebiete.
Es gibt ein gut ausgebautes System von Wander-, Rad- und Reitwegen. Außerdem können Waldspielplätze, Aussichts-punkte und Lagerfeuerplätze genutzt werden. An einigen Stellen, zum Beispiel im Wildpark, erfährt der interessierte Waldbesucher Wissenswertes über Flora und Fauna. |