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Ann-Elisabeth Wolff / Festivaldirektorin euro-scene leipzig / Preisträgerin 2008 |
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Geboren 1953 in Halle/Saale
Seit der Gründung der euro-scene 1991 hat sich Ann-Elisabeth Wolff mit nicht nachlassender Kraft für den Aufbau und den Erhalt dieses Festivals eingesetzt. Nach dem frühen Tod des Gründungsdirektors Matthias Renner, mit dem sie bereits das erste Programm konzipiert hatte, war sie ohne Zögern bereit, die Leitung und damit die volle Verantwortung für dieses Festival zu übernehmen. Es ist ihr nicht nur gelungen, immer wieder die notwendige Finanzierung zu sichern und so eine beeindruckende Kontinuität zu schaffen, sie hat der euro-scene, dem ersten bedeutenden Festival für zeitgenössisches europäisches Theater in einem neuen Bundesland, mit wohldurchdachten Konzepten ein eigenes Profil gegeben. Die Programme sind nicht, wie so häufig zu beobachten, zusammen gemischt aus den gerade modischen, durch die Welt reisenden „events“ des aktuellen Theaterangebots, sondern mit Bedacht ausgesucht für ein spezielles Publikum in Leipzig und folgen erkennbaren inhaltlichen Linien und Themen. Der große Zuspruch der Besucher, ihre kritische Offenheit gegenüber oft anspruchsvollen und radikalen Präsentationen zeitgenössischen Theaters und Tanzes sind Ergebnis dieser sorgfältigen Aufbauarbeit. Angetrieben von einer immer wachen Neugier, unermüdlich auf Reisen und der Suche nach neuen, überzeugenden künstlerischen Ausdrucksformen hat Ann-Elisabeth Wolff mit der euro-scene ein Festival geschaffen, das zunehmend auch internationale Beachtung findet und ein interessiertes Publikum nach Leipzig lockt. Sie ist damit eine würdige Nachfolgerin von Caroline Neuber.
Laudatio: Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 1998-2005 Oberbürgermeister von Leipzig; Michael Freundt, Stellvertretender Direktor Internationales Theaterinstitut (ITI), Geschäftsführer Ständige Konferenz Tanz (D) |
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