|
|
 |
| |
Leipzig literarisch |
Leipzig hat eine lange und große Tradition als Buch- und Literaturstadt. Bereits 1481 gab es hier eine Druckerei, und am 1. Juli 1650 erschien in Leipzig die erste Tageszeitung der Welt. Über Jahrhunderte hinweg waren wirtschaftliche und kulturelle Identität der Stadt wesentlich durch polygraphisches Gewerbe und namhafte Verlage geprägt, die überwiegend im Graphischen Viertel angesiedelten waren.
Dort befindet sich heute auch das vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels begründete Haus des Buches. Das Kuratorium Haus des Buches, das sich als Förderer der Buch- und Lesekultur versteht, betreibt hier das Literaturhaus Leipzig und bietet den zahlreichen Literaturvereinen der Stadt Arbeits- und Veranstaltungsräume. In Leipzig leben und arbeiten über 100 Autorinnen und Autoren. Starke Impulse für für das literarische Leben in der Stadt wie für den literarischen Nachwuchs im gesamten deutschsprachigen Raum gehen vom Deutschen Literaturinstitut Leipzig aus. Die Leipziger Buchmesse im März hat sich mit dem sie begleitenden großen Lesefest Leipzig liest erfolgreich auch als Autoren- und Publikumsmesse profiliert. Zu den Höhepunkten gehören die Vergabe des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung am Eröffnungsabend im Gewandhaus und des Preises der Leipziger Buchmesse auf dem Messegelände. Für besondere künstlerische Leistungen rund um das Buch vergibt die Stadt Leipzig - alternierend mit der Stadt Mainz - alle zwei Jahre im Juni den Gutenberg-Preis.
In Leipzig sind zahlreiche der über 60 sächsischen Verlage beheimatet, und hier werden renommierte literarische Periodika publiziert wie Edit.Papier für neue Texte, der vom poetenladen herausgegebene poet und die Anthologiereihe Poesiealbum neu der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik.
Der Leipziger Hörspielsommer ist Deutschlands größtes Hörspiel-Festival, es lädt in jedem Jahr an zehn Tagen open air in den Stadtpark ein. |
| |
|
 |
 |
|