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Gutenberg-Preisträger 2011: Karl-Georg Hirsch |
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Der Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig wurde Karl-Georg Hirsch vom Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung am 24. Juni 2011 in der Deutschen Nationalbibliothek verliehen. Die Laudatio hielt Professorin Kerstin Hensel aus Berlin. Das Kuratorium unter Leitung von Kulturbürgermeister Michael Faber würdigt das Werk Karl-Georg Hirschs als bedeutenden Beitrag zur internationalen Bildkunst im letzten Drittel des 20. und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. In der Begründung des Juryentscheids heißt es: "Karl-Georg Hirsch ist Zeichner, Holzstecher, Holzschneider und Radierer. In diesen klassischen grafischen Techniken hat Hirsch virtuose und meisterliche Höhen erreicht und ihnen über seine vielfältige Schülerschaft neue Horizonte eröffnet. Sein Werk, geprägt von den Traditionen wie auch Umbrüchen und Neuerungen des Leipziger akademischen und künstlerischen Umfelds, kann als besondere, singuläre Artikulation des Begriffs der „Leipziger Schule“ gewertet werden. Hirschs expressive Formensprache und sein als comédie humaine ironisch-doppelbödig angelegter Bilderkosmos haben über Jahrzehnte hinweg der Leipziger Illustrationskunst Aufmerksamkeit in beiden deutschen Staaten wie im heutigen Deutschland, in Europa und weit in die Welt hinaus verschafft. Nationale und internationale Auszeichnungen für viele seiner im Auftrag von Verlagen, Privatpressen, Sammlern, kulturellen Institutionen und bibliophilen Vereinigungen entstandenen Arbeiten belegen dies auf überzeugende Weise. Karl-Georg Hirschs Kunst ist konkret und narrativ, politisch engagiert und von aufklärerischem Impetus. Der "Denk-Zeichner" Karl-Georg Hirsch, wie ihn einst Walter Jens bezeichnete, befragt unbeirrt kritisch die Welt – und er hat in diesem Befragen, unbequem und bohrend, bis heute nicht nachgelassen.“ Der 1938 in Breslau geborene Preisträger war von 1989 bis 2003 Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig werden seit 1959 im Gedenken an Johannes Gutenberg Persönlichkeiten und Einrichtungen geehrt, die sich "durch hervorragende, beispielgebende Leistungen um die Förderung der Buchkunst verdient machen". Seit 1993 wird der Preis im jährlichen Wechsel mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Mainz vergeben.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis steht in der Tradition Leipzigs als historisches Zentrum für Druckqualität und Buchkunstpflege. Gewürdigt werden dem Statut entsprechend hervorragende künstlerische, technische oder wissenschaftliche Leistungen maßstabsetzenden Charakters auf dem Gebiet der Buchkunst - besonders der Schriftgestaltung, der Typografie, der Buchillustration sowie der Buchkunstedition und der Buchherstellung. |
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