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Martin Pollack - der Preisträger 2011

geboren 1944 in Bad Hall (Österreich)
lebt in Wien und Bocksdorf (Österreich)

Martin Pollack wurde der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2011 für sein einprägsames und richtungsweisendes Œuvre zugesprochen, das im Dienste einer aufklärenden Geschichtspolitik vor allem die randständigen und lange vernachlässigten Regionen Osteuropas in den Blick nimmt. In seinen historischen Reportagen, die immer wieder um Galizien als Ausgangs- und Fluchtpunkt europäischer Katastrophen kreisen, wirft Martin Pollack, ausgehend von so unprätentiöser wie penibler Recherche und Archivarbeit, stets ein erhellendes Licht auch auf unsere Gegenwart. So untersucht er in «Kaiser von Amerika», seinem jüngsten Band von »creative non-fiction«, die große Massenflucht der Juden, Polen und Ukrainer aus Galizien und macht diese Völkerwanderung als Prototyp heutiger Migrationsströme mit ihrem Schlepperunwesen und Menschenhandel kenntlich. Als Übersetzer geschult an Ryszard Kapuściński pflegt Martin Pollack die Reportage als literarische Kunstform auf dem heiklen Grat zwischen Essayistik und Dokumentation - mit seiner Empathie immer darauf fokussiert, den namenlosen Opfern der Geschichte Name und Würde zuzuschreiben.

 

Martin Pollack: Dankesrede (PDF 29 kB)

Sibylle Lewitscharoff: Laudatio auf Martin Pollack (PDF 29 kB)

 
 
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Foto: Lukas Beck


Biografie (PDF 26 kB)

 
 
 

deli.cio.us Mister Wong

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