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Preisbegründung |
Der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Leipziger Messe verleihen den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2009
Karl Schlögel
Karl Schlögel erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für „Terror und Traum. Moskau 1937“. Mit tiefem Respekt vor dem Unverständlichen macht sich der Autor an die akribische Erforschung und Vergegenwärtigung dieses Schreckensjahres. Schlögel stellt das Disparate heraus, misstraut jedem Denken, das Kausalität, Plan und Ordnung vermutet. Er liest die Omnipotenz der Staatsmacht als Ohnmacht, die Utopie als „Notstandsdenken“ und arbeitet so die extremen Gegensätze von Terror und Traum in ein Erzählen der Gleichzeitigkeit ein, das sich der Grenzen sprachlicher Vermittelbarkeit bewusst ist. Mit dem Perspektivenwechsel, den Korrespondenzen und den Sichtachsen, die er aufschließt, eröffnet sich ein neuer, ein räumlicher Blick auf einen der rätselhaftesten Schauplätze der jüngeren europäischen Geschichte.
Leipzig, 11.03.2009
Stanislaw Tillich Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
Burkhard Jung Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
Dr. Gottfried Honnefelder Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.
Wolfgang Marzin Vorsitzender der Geschäftsführung Leipziger Messe GmbH |
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Der Preisträger 2009 |
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© Peter-Andreas Hanssiepen
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Biografie
Dankesrede
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© Agentur Bildschön
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© Hanser Verlag
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© Agentur Bildschön
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