Slavenka Drakulić | Die Preisträgerin 2005 |
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Geboren 1949 in Rijeka (Jugoslawien, heute Kroatien) lebt in Stockholm (Schweden), Wien (Österreich) und Sovinjak (Kroatien)
Slavenka Drakulić erhält die Auszeichnung für ihr Werk "Keiner war dabei. Kriegsverbrechen auf dem Balkan vor Gericht". Sie geht darin der quälenden Frage nach, wie aus Nachbarn Mörder werden können. Die furchtbaren Wahrheiten, die bei den Anklagen gegen die Organisatoren und Exekutoren der Kriege im ehemaligen Jugoslawien ans Licht kommen, veranlassen die Autorin auch zur Selbstüberprüfung ihrer eigenen Generation und deren Verstrickung in die Tragödie. Das Böse ist die Abwesenheit von Mitgefühl - mit dieser Erkenntnis steht ihr Buch in der großen Tradition des aufrüttelnden Journalismus von Emile Zolas "J´accuse" und Hannah Arendts Bericht über den Eichmann-Prozess.
Laudatio: Dr. h.c. Hans Koschnick, Bürgermeister a.D. der Hansestadt Bremen, ehemaliger Europäischer Administrator der Stadt Mostar (Deutschland)
Laudatio Slavenka Drakulić: Dankesrede |
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