Laudatio zum Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung |
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Laudatorin 2011: Sibylle Lewitscharoff
Sibylle Lewitscharoff, die 1954 als Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren wurde und heute in Berlin lebt, gelang in kaum mehr als zehn Jahren der Sprung in die erste Reihe der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
Aufgewachsen in Stuttgart-Degerloch, studierte sie nach dem Abitur Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Während dieser Zeit hielt sie sich für jeweils ein Jahr in Buenos Aires und Paris auf. Nach ihrem Studium arbeitete Lewitscharoff zunächst als Buchhalterin in einer Werbeagentur, schrieb aber da bereits Radiofeatures und Hörspiele. 1994 veröffentlichte sie ihr erstes Buch mit Texten und Scherenschnitten.
Der literarische Durchbruch gelang Lewitscharoff mit ihrer 1998 veröffentlichten Erzählung „Pong“, für die sie den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt. Es folgten ein Kinderbuch und drei Romane. Ihr zuletzt erschienener Roman „Apostoloff“ wurde 2009 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt Lewitscharoff zahlreiche weitere Preise und Stipendien, zuletzt den Berliner Literaturpreis 2010, mit dem die Berufung auf die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin verknüpft ist. Ihr neuer Roman „Blumenberg“ ist für Herbst 2011 angekündigt.
Sibylle Lewitscharoff ist seit 2007 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie seit 2010 der Akademie der Künste Berlin.
Laudatio für Martin Pollack (PDF 42,7 kB)
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