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Faltblatt "Behinderte 2007 in Leipzig" erschienen |
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(01.12.2008)
In der Halbmillionenstadt Leipzig leben Tausende Menschen mit Behinderungen. Sie sind ein integrierter Teil unserer Gesellschaft. Um die große Gruppe der behinderten Menschen etwas genauer zu charakterisieren und auf Entwicklungen und entsprechende Handlungsbedarfe aufmerksam zu machen, haben das Amt für Statistik und Wahlen und die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen ein Faltblatt "Behinderte 2007 in Leipzig" herausgegeben.
Dem Faltblatt, das auch unter www.leipzig.de/statistik unter "Daten und Informationen" eingesehen werden kann, sind unter anderem folgende Informationen zu entnehmen:
Ende 2007 lebten in Leipzig 35 525 Schwerbehinderte mit gültigem Schwerbehindertenausweis, davon 16 347 männliche und 19 178 weibliche Personen. Mehr als die Hälfte der schwerbehinderten Menschen war 65 Jahre und älter. Unter den Jahrgängen von 45 bis 65 Jahre war ein Anteil von 30 Prozent behinderter Menschen, die Jahrgänge von 25 bis 45 Jahren hatten einen Anteil von fast elf Prozent, der Anteil behinderter Kinder und Jugendlicher bis 25 Jahre betrug knapp fünf Prozent.
80 Integrative Kitas, 17 Förderschulen, 888 Plätze in Behindertenheimen, 22 Außenwohngruppen oder 617 Plätze im ambulant betreuen Wohnen und sechs Behindertenwerkstätten dienen neben zahlreichen weiteren Einrichtungen der Integration und Gleichstellung der behinderten Leipziger. Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde kann jährlich 8 351 Benutzer verzeichnen, die 164 362 Medien entleihen. 1 867 Leipziger sind Mitglied in einem Behindertensportverein.
Bei 4 943 Personen und somit 14 Prozent der Schwerbehinderten wurden zwei und mehr Behinderungen diagnostiziert. Jede vierte Person mit Schwerbehindertenausweis hatte einen Grad der Behinderung von 100 und war somit schwerstbehindert.
Die häufigste Behinderungsursache war mit 26 Prozent die Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen und Organsystemen. Bei 23 Prozent der schwerbehinderten Menschen lag eine geistig-seelische Behinderung oder Suchtkrankheit vor. Mit 21 Prozent ebenfalls sehr häufig war eine Schwerbehinderung durch Funktionseinschränkung der Gliedmaßen.
Bei 86 Prozent aller betroffenen Personen trat die anerkannte Schwerbehinderung als Folge allgemeiner Krankheit auf. Bei neun Prozent war die Behinderung angeboren, bei drei Prozent war ein Unfall Ursache der Behinderung.
Das Faltblatt enthält auch Vergleichzahlen zu der Anzahl der in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern lebenden schwerbehinderten Personen.
Informationen zum Behinderten-Faltblatt erteilen das Amt für Statistik und Wahlen (Tel. 123-2847) und die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen (Tel. 123-6729).
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