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Festveranstaltung „Demokratie und Zivilgesellschaft - 10 Jahre Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention“
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(04.06.2009)
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Die Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention in der Stadt Leipzig kann in diesem Jahr auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlass hatte sie für den 4. Juni zur Festveranstaltung ins Neue Rathaus eingeladen.
Den Festvortag hielt Wilhelm Heitmeyer, Professor an der Universität Bielefeld, über "Gruppenbezogene Fremdenfeindlichkeit - Forschungsergebnisse des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung".
Einrichtung der Fachstelle
Der Stadtrat verabschiedete am 22. Februar 1999 einen "Maßnahmenkatalog zur Eindämmung politisch motivierter Jugendgewalt, speziell für den Stadtteil Grünau". Kern dieses Beschlusses war die Einrichtung einer, dem Beigeordneten für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule zugeordneten, Fachstelle für jugendpolitische Sonderaufgaben und Extremismus (heute Extremismus und Gewaltprävention).
Mit einem klaren politischen Auftrag begann die Fachstelle ihre Tätigkeit am 1. April 1999. Sie ist seitdem Vernetzungs- und Koordinierungsstelle für Aktivitäten zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Gewalt, initiiert in Kooperation mit anderen Trägern auch eigene Projekte. Zu den Aktivitäten der Stadt Leipzig im Rahmen der Auseinandersetzung mit Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zählen neben der Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes Leipzig "Leipzig – Ort der Vielfalt" auch der Wettbewerb "Schule der Toleranz", der seit 2005 durchgeführt wird.
"Einmalige Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt im Schlaglicht der Öffentlichkeit lösen das Problem nicht", betont Bürgermeister Thomas Fabian. "Die Bekämpfung des Rechtsextremismus ist als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verstehen. Neben politischen Maßnahmen bedarf es dazu des Engagements aller gesellschaftlichen Kräfte." "Was wir brauchen, ist ein nachhaltiger dauerhafter Prozess. Hier sind jede Bürgerin und jeder Bürger, insbesondere aber auch Schulen und Eltern, gefordert", ergänzt Fachreferentin Berit Lahm.
Vernetzungs- und Koordinierungstelle zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Gewalt
Ihrem Selbstverständnis folgend, ist die Fachstelle eine Vernetzungs- und Koordinierungsstelle für alle Aktivitäten zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Gewalt und eine Stelle mit Innovationskraft für eigene Projekte in Kooperation mit anderen Trägern. Seit zehn Jahren arbeiten eine Fachreferentin und ein Fachreferent an den Themen. Zahlreiche Projekte, Bildungs- und Weiterbildungsangebote, Ausstellungen, Bücher sind in dieser Zeit entstanden.
Die Stadt Leipzig hat in dieser Zeit ein enges Netzwerk gebildet, in dem Konzepte, Projekte und Aktionen, die sich auf kommunaler Ebene gegen Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit wenden, umgesetzt werden. Im Rahmen ihrer Tätigkeit sind zahlreiche Ämter der Stadt mit Extremismusprävention beschäftigt: Jugendamt, Ordnungsamt, Kulturamt, Referat Grundsatzfragen, Referat Medien, Kommunikation und Stadtbüro, Referat Europäische und Internationale Zusammenarbeit, Referat Ausländerbeauftragter, Liegenschaftsverwaltende Ämter und andere.
In diesem Netzwerk werden zahlreiche Projekte zur Extremismus- und Gewaltprävention umgesetzt. Im Rahmen ihrer eigenen Projektarbeit wurde die Fachstelle durch die Universität Bielefeld evaluiert. Ein Gutachten liegt vor, dass die Arbeit der Fachstelle im Rahmen dieser Projekttätigkeit auf den Prüfstand stellte. |
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