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Leipzig erfolgreich beim Bundesprojekt "Lernen vor Ort"

(17.06.2009)
 
 
spacer Cornelia Quennet-Thielen (BMBF) überreicht die Urkunde an Bürgermeister Thomas Fabian
Cornelia Quennet-Thielen (BMBF) überreicht die Urkunde an Bürgermeister Thomas Fabian

Die Stadt Leipzig wurde mit ihrem Projektantrag durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung im Rahmen des Bundesprojektes "Lernen vor Ort" ausgewählt. Sie ist eine von 23 Städten und 17 Kreisen aus 15 Bundesländern die am Projekt teilnehmen. Insgesamt hatten sich 200 Städte und Kreise beworben.

Am 17. Juni wurde in Berlin die Urkunde von der Staatssekretärin im BMBF Cornelia Quennet-Thielen an Bürgermeister Thomas Fabian in Vertretung des Oberbürgermeisters für die Stadt Leipzig überreicht.
Mit dem unter Federführung von Bürgermeister Thomas Fabian erarbeiteten Antrag wurde eine Fördersumme von insgesamt 2,4 Millionen Euro für zehn Vollzeitstellen und die Vergabe von Aufträgen eingeworben. Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre.

Initiative Lernen vor Ort

"Lernen vor Ort" ist eine gemeinsame Initiative des BMBF mit deutschen Stiftungen. Das Programm schafft für Kreise und kreisfreie Städte Anreize, ein kohärentes Bildungsmanagement zu entwickeln und zu verstetigen. Als zentraler Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung unter dem Motto "Aufstieg durch Bildung" hat die Initiative zum Ziel, die Bildungsstationen entlang der individuellen Lebensläufe systematisch aufeinander zu beziehen. Dadurch sollen die Zugänge zu einer verbesserten Angebotsstruktur von Bildung und Weiterbildung vor Ort für alle Bürgerinnen und Bürger optimiert werden.

Die im September 2009 startenden Initiative soll dazu beitragen, "Bildung für alle" und das in allen Phasen des Lebens zu ermöglichen. Das beginnt in der Familie und setzt sich über die Ausbildung und das Studium fort. Lebenslanges Lernen schließt stärker denn je auch die Fort- und Weiterbildung bis ins hohe Alter ein. Es macht die Einzelnen fit für die Herausforderungen einer globalisierten und schnelllebigen Zeit.

"Bildung ist das Zukunftsthema für unsere Gesellschaft"

Oberbürgermeister Burkhard Jung zur Aufnahme in das Programm: "Bildung ist das Zukunftsthema für unsere Gesellschaft. ‚Lernen vor Ort’ wird auch in unserer Stadt dazu beitragen, Bildung für alle in allen Phasen des Lebens zu ermöglichen. Leipzig ist gut vorbereitet und breit aufgestellt. Mit unserem Grundpaten, der Medienstiftung Leipzig, und den weiteren Kooperationspartnern wollen wir die Bildungschancen vor Ort weiter verbessern."

"Mit diesem Projekt erhalten wir die Möglichkeit, der Leipziger Bildungslandschaft neue Impulse zu geben", freut sich Bürgermeister Thomas Fabian. "Wir wollen Kita, Schule, Wirtschaft und Kultur enger miteinander verzahnen, damit die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene bei uns vor Ort verbessert werden. Schon bei der Vorbereitung unseres Antrages gab es eine breite Zusammenarbeit vieler Akteure aus ganz unterschiedlichen Bereichen."

Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig: "Als Mitglied der 29 Gründungs-Stiftungen im Stiftungsverbund haben wir das Projekt „Lernen vor Ort“ von Beginn an begleitet," so "Gratulation an die Stadtverwaltung zur erfolgreichen Bewerbung! Wir freuen uns natürlich riesig, dass wir unsere Stadt im Rahmen einer Grundpatenschaft insbesondere in den Bereichen Marketing und Bildungsmonitoring auch weiter unterstützen dürfen."

Weitere Kooperationspartner der Stadt Leipzig sind u. a. die IHK, die Agentur für Arbeit, die ARGE, die Bildungsagentur, die Universität Leipzig, die HTWK Leipzig, der DGB und verschiedene Stiftungen als Themenpaten.
Mit ihrem an den Bürgerinnen und Bürgern ausgerichteten Verständnis von Bildung will die Stadt Leipzig die kommunale Bildungslandschaft weiterentwickeln. Dabei werden relevante Ressorts der Verwaltung sowie relevante externe Akteure im Bildungsbereich einbezogen.

  • Eine Stabsstelle "Bildungsmanagement" wird die Leipziger Aktionsfelder koordinieren. Als Basis für die Arbeit der einzelnen Aktionsfelder wird ein kommunales Bildungsmonitoring aufgebaut, das den Fokus auf die Entwicklungen in den unterschiedlichen Bildungsphasen und -übergängen legt und als Teilfachplan "Kommunale Bildungslandschaft Leipzig" in die Stadtentwicklungsplanung eingebunden wird.
  • Im Aktionsfeld "Wirtschaft, Technik, Umwelt und Wissenschaft" wird eine Koordinierungsstelle "Fachkräfte" entstehen, die als Servicestelle fungiert und Verbindungen zwischen Schule, Wirtschaft und Wissenschaft herstellt. Die Koordinierungsstelle soll die Ergebnisse, Zusammenhänge und Förderlücken bestehender Initiativen sichtbar machen, ergänzende Projekte initiieren und nachhaltig weiterentwickeln.
  • Im Aktionsfeld "Familienbildung/Elternarbeit" werden Programmbausteine zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit dem Schwerpunkt des Grund- und Weiterbildungsbedarfs entwickelt. Kitas sollen zudem modellhaft zu Familienzentren ausgebaut werden.
  • Für das Aktionsfeld Bildungsübergänge wird im Bereich der schulischen Übergänge durch Koordination und Abstimmung im sozialräumlichen Kontext eine integrierte Steuerung der Prozesse zwischen den einschlägigen Institutionen angestrebt, die kohärente Strukturen und Übergänge aus Sicht der Zielgruppen ermöglicht. Für den Übergang in die nachberufliche Lebensphase ist angestrebt, verstärkt mit Unternehmen, Vereinen und Verbänden zu kooperieren mit dem Ziel, eine Steuerung unter Moderation der Stadt zu etablieren.
  • Kulturelle Bildung soll im Sinne einer ästhetischen Basisqualifikation für Kinder und Jugendliche ausgeweitet werden. Ziel ist es im Rahmen des Aktionsfeldes "Demokratie und Kultur" Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen mit Kultureinrichtungen zu verknüpfen und deren kulturpädagogische Arbeit zu integrieren.
  • Als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger wird ein BildungsInfoBüro BIB eingerichtet. Professionalisierung, Qualitätsentwicklung und Marketing sind Handlungsschwerpunkte dieser koordinierenden Stelle.
  • Als eine Art "Bildungskompass" wird eine virtuelle Stadtkarte entstehen, auf der alle Bildungsangebote, die Verbindungen zwischen den Institutionen und Trägern sowie bestehende Partnerschaften visualisiert werden. Der Kompass wird gleichzeitig ein Instrument für eine bestmögliche, die Institutionen übergreifende, am Lernen im Lebenslauf orientierte Bildungsberatung sein.


Für die Umsetzung wird jetzt von Bürgermeister Thomas Fabian eine Beschlussvorlage für die Ratsversammlung vorbereitet.

 
 

deli.cio.us Mister Wong

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