Die geteilte Zeit - Fotografien aus vier Jahrzehnten von Gerhard Gäbler
(24.09.2009)
Die geteilte Zeit - Fotografien aus vier Jahrzehnten von Gerhard Gäbler im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig vom 26. August bis 15. November 2009
Die Ausstellung ist dem 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 gewidmet. Sie zeigt vor allem Fotografien der Friedlichen Revolution - der Friedensgebete und der Demonstrationen in Leipzig - (meist heimlich aufgenommen), des Mauerfalls in Berlin und der deutschen Wiedervereinigung.
Seit etwa 1977 begann Gäbler mit der Bestandsaufnahme einer Gesellschaftsformation, die sich real existierender Sozialismus nannte. Seine Aufnahmen sind nicht nur historische Zeitzeugen, sie besitzen eine über das Geschichtliche hinausgehende ästhetische Allgemeingültigkeit. Sie bezeichnen zwar durch ihren Titel bestimmte Orte und bestimmte Jahre und sind damit historisch lokalisierbar, wie eben die Aufnahmen der Leipziger Montagsdemonstrationen des Jahres 1989, die nach Tag und Monat identifiziert sind. Aber keinesfalls sind Gäblers Fotografien dabei nur rein Dokumentation. Er ist eben nicht nur der Chronist der friedlichen Revolution – die ästhetische Qualität seiner Fotografien geht weit über das Dokumentarische einer Chronik hinaus.
Nach einem abgeschlossenen Chemiestudium absolvierte der 1952 geborene Leipziger Gerhard Gäbler von 1986 bis 1992 ein Fotografiestudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er lebt und arbeitet heute noch immer in Leipzig.
Auf einer Gesamtfläche von ca. 500 qm werden 150 Fotografien gezeigt. Dabei werden die thematischen Bausteine so angeordnet, dass die Blickachsen immer wieder das Zentrum der Ausstellung mit dem Schwerpunkt "Friedliche Revolution" freigeben.
Wann 26. August bis 15. November 2009 Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10 – 18 Uhr