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Treppenanlage von Max Klinger kommt wieder an Originalstandort

(23.11.2009)
 

Derzeit laufen die vorbereitenden Baumaßnahmen für die Wiedererrichtung der von Max Klinger entworfenen Treppenanlage im nordwestlichen Bereich der Promenadenanlage, die dort 1913 anlässlich des 100. Geburtstags von Richard Wagner gebaut wurde.

Für das Bauvorhaben wurde im Jahre 2009 vom Stadtrat ein Bau- und Finanzierungsbeschluss bestätigt. 470.000 Euro sind für Planung und Bau der Anlage veranschlagt worden. Davon werden 80 % aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz Innenstadt Leipzig“ finanziert, so dass durch die Stadt Leipzig lediglich ein Eigenanteil von 20 % aufgebracht werden muss.


Teil des Kulturdenkmals 'Leipziger Promenadenring'

Der Leipziger Bildhauer Max Klinger hatte die Treppe entworfen, die ein von ihm geschaffenes Denkmal für Richard Wagner aufnehmen sollte. Außer der aufwändig gestalteten doppelläufigen Jugendstiltreppe kam allerdings nur der drei Meter hohe Denkmalsockel zur Ausführung, denn Max Klinger starb 1920. Sein Entwurf für die über fünf Meter hohe Wagner-Skulptur wurde daraufhin nie umgesetzt.

Bis Ende der 1970er-Jahre blieb die Klinger-Treppe an ihrem Standort in der Promenadenanlage bestehen und wurde erst im Zusammenhang mit dem Neubau des Ministeriums für Staatssicherheit an der Großen Fleischergasse beseitigt.

1991 fand das damalige Grünflächenamt einen Großteil dieser Treppenanlage und lagerte ihn ein. Da die Treppenanlage ein wichtiger Bestandteil des Kulturdenkmals „Leipziger Promenadenring“ ist, wurde ihre Wiedererrichtung bereits 1993 in die Denkmalpflegerische Zielstellung für die Promenadenanlagen aufgenommen. Um die Treppe am Originalstandort wieder aufbauen zu können, muss ein Ende der 1970er-Jahre errichtetes Trafo-Gebäude umgebaut werden, womit auch eine teilweise Verlagerung der darin enthaltenen technischen Einrichtungen verbunden ist.


Treppe und Sockel erstmalig vereint

Bereits im vergangenen Winter wurde der von Max Klinger geschaffene Denkmalsockel aus dem Klingerhain, wo er sich von Beginn an befand, in die Nähe seines geplanten Aufstellungsortes transportiert. Treppe und Sockel werden damit erstmalig in der Weise zusammengeführt wie es Max Klinger vorgesehen hatte. Nach Fertigstellung der Treppenanlage soll der dazugehörige Teil der Promenadenanlagen auf Grundlage der Denkmalpflegerischen Zielstellung wieder hergestellt werden.

Neben ihrer kultur- und kunsthistorischen Bedeutung kommt der Treppenanlage auch eine wichtige funktionell-städtebauliche Bedeutung zur Erschließung des Areals zu, denn gegenwärtig gibt es im Abschnitt zwischen dem Richard-Wagner-Platz und dem Matthäikirchhof keine Möglichkeit, vom Promenadenring aus das historische Stadtzentrum zu erreichen. Ende des Jahres 2010 wird dies wieder möglich sein, denn über die Treppenanlage ist dann die Große Fleischergasse zu erreichen.

 
 
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Historische Aufnahme der Klingertreppe

Historische Aufnahme der Klingertreppe


 
 

deli.cio.us Mister Wong

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