Als Beitrag zum 300. Gründungsjubiläum der Meißener Porzellan-Manufaktur zeigt das Grassi Museum für Angewandte Kunst vom 12. März bis zum 13. Juni 2010 einen seiner größten Schätze: den sogenannten Schulz-Codex, der um 1722/26 entstanden ist. Es handelt sich dabei um ein Konvolut von 124 figürlichen Musterblättern mit über 1000 Einzelskizzen aus dem Nachlass des Leipziger Kaufmanns Georg Wilhelm Schulz (1873-1945). Die Blätter zeigen fantasievolle Darstellungen einer geheimnisvollen Welt des fernen Ostens mit prachtvoll gekleideten Chinesen, fantastischen Architekturen und exotischen Pflanzen und Tieren. Nachdem bis heute nur einzelne der hochsensiblen Skizzen in verschiedenen Ausstellungen zu sehen waren, wird der Schulz-Codex in seiner Gesamtheit erstmals präsentiert. Als Ergänzung wird seltenes Meißener Porzellan gezeigt, das nach diesen Skizzen bemalt wurde.