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Städtebaulicher Ideenwettbewerb Wintergartenstraße / Querstraße

(27.08.2010)
 

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) hatte im Frühjahr 2010 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für das Umfeld des Wintergartenhochhauses ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs war die Entwicklung von Ideen und Lösungsansätzen für eine städtebaulich-räumliche und architektonische Neuordnung des Gebietes zwischen Wintergartenstraße, Querstraße, Schützenstraße und Georgiring. Gleichzeitig sollten Vorschläge für gewerblich geprägte, marktgängige Nutzungen erarbeitet werden. Mit der Neuordnung soll dem Areal eine neue Qualität gegeben werden, die zur positiven Veränderung des Stadtbildes und zur Vermarktung des Standorts gleichermaßen beitragen kann. Das Areal wird heute durch das 95 Meter hohe, denkmalgeschützte Wintergartenhochhaus dominiert.

Am 23. August traf das Preisgericht unter Vorsitz des Berliner Architekten Volker Staab die Entscheidung. Zwei erste Preise gingen jeweils an das Berliner Büro Kuehn Malvezzi Architekten sowie das Leipziger Büro von KSG Kister Scheithauer Gross. Mit dem dritten Preis wurde das Berliner Büro KSV Krüger Schuberth Vandreike ausgezeichnet, der vierte Preis ging an die Leipziger Niederlassung des Büros RKW Rhode Kellermann Wawrowsky. In der engeren Wahl verblieben die Entwürfe von Kleihues + Kleihues sowie Leon Wohlhage Wernik, beide Berlin.

Am Beitrag von Kuehn Malvezzi würdigte die Jury die Idee, ein „Quartier Wintergarten“ als Sockel um den Turm des Wintergartenhochhauses herum zu schaffen. In ihrer Erklärung heißt es: “Durch verschieden große, wohl proportionierte Blockstrukturen und durch einen grünen Ring Baum bestandener Grünflächen werden ein Platz um das Hochhaus neu gefasst und die angrenzenden Straßen in ihren Querschnitten angemessen ausformuliert. Es entstehen drei Baublöcke mit sinnvollen Gebäudetiefen für eine zukünftige Bebauung ... Die vorgeschlagenen Nutzungsarten Hotel, Gastronomie und Handel, Büros und Wohnen sind in allen drei Gebäudestrukturen/Blöcken vorstellbar … Der grüne Ring mit den Bäumen hilft, sowohl die Blockstrukturen an den Öffnungen zum Platz hin als auch das gesamte Quartier zum Georgiring und zur Schützenstraße hin zu fassen. Obwohl der Platz so räumlich gut gefasst wird, verschließt er sich nicht, sondern ist durch hochstämmige Bäume von außen und aus den Blöcken heraus erlebbar.“


Die Arbeit von KSG Kister Scheithauer Gross umfasst und schließt das Wintergartenquartier mit vier multifunktional nutzbaren Stadtbausteinen für Hotel, Wohnen, Büros, Gewerbe, Einzelhandel und ein öffentlich nutzbares Kantinenrestaurant. Das Hochhaus bleibt auf einer neuen Platzsituation freigestellt. „Durch Einschnitte und Verschränkungen entstehen interessante Blockdurchwegungen und Blickbeziehungen, der Entwurf orientiert sich an den notwendigen Wegebeziehungen …

Die Ausformung der Baukörper und Fluchten zum vorhandenen Stadtraum ist überzeugend gelöst“, heißt es in der Begründung der Jury.

Aus insgesamt 161 Bewerbungen für den europaweit ausgeschriebenen, nichtoffenen Ideenwettbewerb wurden 18 Teilnehmer ausgewählt, 7 Büros wurden zusätzlich eingeladen. Die Auswahl erfolgte anhand von definierten Auswahlkriterien durch ein unabhängiges Gremium im Rahmen eines vorgeschalteten offenen Bewerbungsverfahrens. Somit sind 25 Teilnehmer aufgefordert worden, ihre Arbeiten einzureichen. Die Vorbereitung des Verfahrens erfolgte in enger Abstimmung mit der Stadt Leipzig.

Alle Wettbewerbsarbeiten werden vom 27. August bis zum 9. September im Neuen Rathaus Leipzig, Stadtplanungsamt 4./5. Etage, öffentlich ausgestellt. Öffnungszeiten: Mo - Do 8:00 bis 18:00 Uhr, Fr 8:00 – 15:00 Uhr.

Weitere Informationen


 
 
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Siegerentwurf Wintergartenhochhaus KSG Kister Scheithauer Gross
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Wintergartenhochhaus 2009, Foto: LTM Schmidt
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deli.cio.us Mister Wong

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