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Leipziger Schulkonzerte feiern 60. Geburtstag
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(09.12.2010)
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60 Jahre alt, doch kein bisschen angestaubt sind die Leipziger Schulkonzerte. Am 14. Dezember 1950 veranstaltete das Gewandhausorchester das erste Konzert für Schüler. Mit ca. 140 jährlichen Konzerten und durchschnittlich 40 000 Besuchern sind die Schulkonzerte längst zu einer Institution geworden und in dieser Form einmalig in Deutschland.
Konzerte orientieren sich am Lehrplan
Waren es damals die Fünft- bis Zwölftklässler, welche die Konzerte in der Kongresshalle besuchten, sitzen heute schon Vorschulkinder erwartungsfroh im Konzertsaal. Zu verdanken ist dies Marlies Bandel von der Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach". Seit 25 Jahren organisiert sie die Schulkonzerte. In kleinen Sälen, wie dem Mendelssohn-Saal im Gewandhaus können die Schüler nahe an den Künstlern der Musik lauschen. Dabei orientieren sich die Sinfonie, Kammer- und Chorkonzerte am sächsischen Lehrplan und holen die jungen Zuhörer bei ihren Hörgewohnheiten von heute ab. Damit den Kids nicht langweilig wird, sind die Programme meist auf eine Stunde beschränkt. Behutsam werden sie dann in den Bann der Geschichte und der klassischen Musik gezogen. Aber auch Musical, Jazz, Pop sowie außereuropäische und elektronische Musik werden geboten. Eine kindgerechte Moderation und die Gelegenheit, aktiv zu musizieren, sind feste Bestandteile der Aufführungen.
Bildungsauftrag und Schützenhilfe
Manchmal muss Marlies Bandel auch den Musikern Schützenhilfe geben. "Kinder und Jugendliche verhalten sich im Konzert oft anders als Erwachsene. Was ihnen nicht gefällt, das lassen sie die Künstler spüren", erzählt sie mit einem Lächeln. Doch die Leipziger Kinder sind "gut erzogen" – klar, denn in den Schulkonzerten lernen sie, wie man sich bei einem Konzertbesuch benimmt, wann man klatscht und wie man sich kleidet. Und auch die Ensembles kommen gern wieder, vor Anfragen kann sich Marlies Bandel manchmal kaum retten.
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Konzentriertes Lauschen: Schulkonzert im Mai 2010. Dirigent Robin Ticciati und die Klavierspielerinnen Katia und Marielle Labèque spielten im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses das Konzert für zwei Klaviere und Orchester d-Moll von Francis Poulenc. Foto: Gert Mothes |
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