Von ''Bachstelze'' bis ''Bachspiele''
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Von ''Bachstelze'' bis ''Bachspiele''

(23.12.2010)
 

Johann Sebastian Bach bewegt Leipzig. Das Bach-Museum am Thomaskirchhof 15 eröffnete im Dezember eine Ausstellung, in der Bach durch Wortspiele vom Sockel geholt oder in Form von Materialcollagen auf den Sockel gestellt wird. Mädchen und Jungen des Kinderateliers KAOS dachten darüber nach, ob man Bachblüten pflücken oder den Bachfisch fangen kann, entwickelten daraus eine witzige Grafikserie. Entstanden sind auch sechs Bach-Büsten aus Draht, Plastikflaschen, Holz oder Gasbeton. Die Skulpturen sind nicht nur zum Betrachten gedacht. Sie dienen als Hörstation oder als Botschafter für Quizzfragen. "Bach, Bäche, Bachstelzen" – diese Schau für die ganze Familie macht Lust auf Bach im neuen Jahr.

Wertvolles Autograf aus New Yorker Privatsammlung für zehn Jahre in Leipzig

Während im Bach-Museum Ausstellung zum Wirken Bachs konzipiert und realisiert werden, fungiert das Bach-Archiv als internationales Zentrum der Bach-Forschung. Neben der umfangreichen Bibliothek wird es für die nächsten zehn Jahre Heimstätte eines großen Notenschatzes sein. Die wertvolle New Yorker Privatsammlung von Elias N. Kulukundis kommt Ende Dezember nach Leipzig. Die Sammlung des us-amerikanischen Reedereibesitzers griechischer Abstammung enthält umfangreiches Material zu den Bachsöhnen Carl Philipp Emanuel, Wilhelm Friedemann und Johann Christian. Den kostbaren Kern der Sammlung bildet aber die dreibändige, autografe Partitur der Oper "Zanaida". Lange Zeit galt dieses erste von Johann Christian Bach in seiner Londoner Zeit vollständig komponierte Bühnenwerk als verschollen. Lediglich ein Auszug einzelner Arien war greifbar, bevor Kulukundis die komplette Partitur, vermutlich vom Oxforder Antiquitätenhändler Albi Rosenthal, erwarb. Die "Zanaide" wurde seinerzeit vom Publikum frenetisch gefeiert. Kulukundis, neben seiner Arbeit passionierter Musikforscher, sammelt seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts Autografe der Bachsöhne. Dem Bach-Archiv gestattete er nun nicht nur die wissenschaftliche Auswertung dieser einzigartigen Quellen. Er regte zudem die Welterstaufführung der "Zanaide" seit 1763 an. Im Rahmen des Bachfestes 2011 wird diese in der Regie von Sigid T‘Hooft im Goethe-Theater Bad Lauchstädt realisiert. Im kommenden Jahr findet das Bach-Fest vom 10. bis 19. Juni statt.

"(B)ach was!" – junge Künstler für Bachspiele 2011 gesucht

Musiker, Maler, Tänzer aufgepasst! Im Rahmen des Bachfestes 2011 veranstaltet das Bach-Archiv gemeinsam mit dem Kulturzentrum Nato erstmals einen Crossover-Künstler-Wettbewerb. Zum Mitmachen aufgerufen sind junge, kunstinteressierte Menschen, unabhängig von ihrer künstlerischen Ausbildung. Entscheidend für die Jury der Bachspiele ist einzig die künstlerische Idee. Die talentierten Bewerber sollen sich von Bachs Musik, seiner Zeit und seiner Person inspirieren lassen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ungewöhnliche Sicht- und Spielweisen sind ausdrücklich erwünscht.
In Form einer kurzen Bühnenshow werden die Gewinner dann live beim Bach-Fest auftreten. Die Bewerbung sollte ein Demovideo enthalten und bis zum 28. Februar 2011 an den Nato e. V., Karl-Liebknecht-Straße 48, gesendet werden. Teilnehmen können junge Talente zwischen 14 und 27 Jahren. Die detaillierte Ausschreibung ist im Internet zu finden.

wo?
Bach-Museum Leipzig
Thomaskirchhof 15/16
04109 Leipzig

Kontakt
Telefon:0341 9137202
Fax: 0341 9137205
E-Mail: museum@bach-leipzig.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr

Informationen

 
 
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"Bach-Kopf" im Bach-Museum.
Foto: Mahmoud Dabdoub



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"Bach-Engel"
Foto: Bach-Museum


Plakat zu den Bachspielen 2011
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Plakat zu den Bachspielen 2011


 
 

deli.cio.us Mister Wong

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