Am 24. September findet die zweite Leipziger Lange Nacht der Wissenschaften statt. Von 18 bis 24 Uhr öffnen an diesem Tag nahezu alle Leipziger Wissenschaftseinrichtungen bei freiem Eintritt ihre Türen und laden zu Gesprächen, Führungen, Lesungen, Vorträgen, Diskussionen, Mitmach-Experimenten, nächtlichen Konzerten und vielem mehr ein.
Zu den 40 Gastgebern gehören unter anderem die Leipziger Universität, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, die Handelshochschule, die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, die Institute der Leibniz-, der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft, die Berufsakademie sowie die AKAD-Hochschule. Einige Einrichtungen präsentieren sich in diesem Rahmen erstmals einer großen städtischen Öffentlichkeit, wie das Deutsche Biomasseforschungszentrum im Wissenschaftspark, oder erstmals in einem neuen Domizil, wie die Handelshochschule mit ihrem neuen innerstädtischen Standort in der Katharinenstraße.
"Die Lange Nacht der Wissenschaften in Leipzig soll ein Fest des Geistes und der Sinne, der Phantasie und der Entdeckung werden. Und die gemeinsame Botschaft des Abends ist, dass die Leipziger Wissenschaften für die Zukunft unserer Stadt unverzichtbar sind", betont Oberbürgermeister Burkhard Jung. Prof. Franz Häuser, Rektor der Universität Leipzig, unterstreicht: "Die zahlreichen Wissenschaftsinstitutionen am Standort Leipzig arbeiten auf verschiedenen Ebenen längst eng miteinander. Ob sogar durch Kooperationsvertrag unterlegt – wie zwischen Uni Leipzig und HTWK – oder allein in wissenschaftlicher Zusammenarbeit über die Institutionsgrenzen hinaus, die Formen sind vielfältig. Gut und folgerichtig ist es nun, auch gemeinsam die Türen zu öffnen und der Öffentlichkeit zu zeigen, wie vielfältig und spannend die Arbeit der Leipziger Wissenschaftler ist." Einen weiteren Aspekt fügt Prof. Pirmin Stekeler-Weithofer, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, hinzu: "Wissenschaft braucht Öffentlichkeit, nicht nur, weil sie normalerweise oft publikumsscheu, teuer und doch nicht immer zielführend ist, sondern auch, weil ihre Ergebnisse bei aller Befriedigung von Neugierden immer auch umstritten bleiben, von den nie risikofreien Techniken bis zu unbequemen historischen, sozialen und psychologischen Tatsachen. Wir freuen uns daher auf die Gelegenheiten zur Diskussion zwischen Wissenschaftlern und Besuchern im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften."
Besucher der Langen Nacht der Wissenschaften haben die Wahl zwischen vier Routen, die mit kostenlosen Bus-Shuttles angesteuert werden können. Vom Ausgangspunkt Goethestraße geht es zu den wissenschaftlichen Zentren der Stadt: in den Wissenschaftspark an der Permoserstraße, in die Biocity am Deutschen Platz, in den Campus der HTWK auf der Karl-Liebknechtstraße (und bis nach Markkleeberg hinaus zur Fakultät Maschinen- und Energietechnik) sowie in das Universitätsklinikum mit den universitären Naturwissenschaften. Zudem gibt es einen innerstädtischen Rundgang. Hier kann man neben der European Corner in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, dem Max-Planck-Institut für Mathematik, das in der Alten Handelsbörse ein Kabarett für (nicht nur) Mathematiker anbietet, auch das Paulinum besichtigen.
Leipzig ist neben Hamburg die einzige deutsche Stadt, die sich in der EU-Ausschreibung durchsetzen und damit die Lange Nacht der Wissenschaften im Rahmen der europäischen „Researcher’s Night“ ausrichten konnte. Insgesamt finden am 24. September in über 150 Städten in 31 europäischen Ländern – von Belgien bis Zypern, von Amsterdam bis Zagreb – Lange Nächte der Wissenschaften statt. Neben der finanziellen Förderung durch die EU wird die Lange Nacht der Wissenschaften in Leipzig auch von der Verbundnetz Gas AG, der Stadtwerke Leipzig GmbH und der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH unterstützt.
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