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Psychiatriebericht 2010 mit Augenmerk auf ambulanter Versorgung
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(01.10.2010)
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Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit wurde heute der Psychiatriebericht 2010 der Stadt Leipzig vorgestellt.
Er zeigt, dass Leipzig gute Voraussetzungen für die Versorgung psychisch kranker Menschen besitzt. „Seit den 60-er Jahren gilt Leipzig als eine Stadt mit einer vorbildlichen stadtteilorientierten psychiatrischen Versorgung“, sagt Bürgermeister Thomas Fabian. „Diese konnte in den vergangenen 20 Jahren ausgebaut und gut weiterentwickelt werden.“
Schwerpunkt im Bericht ist die Situation in den Bereichen ambulanter und komplementärer Versorgung. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei für Leipzig wichtige Bereiche: die Psychosozialen Gemeindezentren, die als niedrigschwelliger Anlaufpunkt fast 1.500 chronisch psychisch kranke Menschen erreichen und der Sozialpsychiatrische Dienst, der im Jahr 2009 fast 1.900 psychisch kranke Menschen - oft in der eigenen Wohnung des Klienten - betreut hat. Die Stadt Leipzig hat entsprechend ihrer Psychiatrieplanung die ambulant-komplementäre Versorgung so entwickelt, dass stationäre Aufenthalte und Hospitalisierung weitestgehend vermieden werden können.
Wie notwendig die langfristige Betreuung und Unterstützung im ambulanten Bereich ist, zeigt die Analyse der Klientendaten des sozialpsychiatrischen Dienstes. Hier ist zu erkennen, dass die soziale Situation der betreuten Klienten – gerade wenn sie unter chronisch psychischen Krankheiten leiden - eher ungünstig ist: Die Mehrzahl lebt allein und bestreitet ihren Lebensunterhalt aus Renten oder Arbeitslosengeld II. Nur ein geringer Anteil hatte 2009 ein eigenes gesichertes Einkommen durch eine berufliche Tätigkeit vorzuweisen.
Eine Übersicht über die Versorgung in den drei psychiatrischen Kliniken zeigt, dass der Druck auf diesen Versorgungsbereich nicht nachgelassen hat. Die Aufenthaltsdauer – also die durchschnittliche Dauer der Behandlung in der Klinik – lag nach wie vor im unteren Bereich, der Aufnahmedruck – also die Zahl der aufzunehmenden Patienten – stieg gleichzeitig an. Es hat sich gezeigt, dass für ein gutes Angebotsnetz eine gut entwickelte Kooperation zwischen allen beteiligten Einrichtungen unerlässlich ist.
Der Psychiatriebericht 2010 ist ab dem 4. Oktober unter www.leipzig.de/psychiatrie verfügbar. |
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