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Sanierung des Völkerschlachtdenkmals schreitet voran
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(15.10.2010)
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Es ist der größte Denkmalsbau Europas und mit seiner markanten Silhouette eines der Wahrzeichen in Leipzig. Wenn das Völkerschlachtdenkmal in diesen Tagen seinen 97. Geburtstag feiert, dann nicht ohne seinen Gästen weitere Fortschritte auf dem Weg zur vollständigen Sanierung bis 2013 zu präsentieren.
So ist nach vier Jahren Bauzeit endlich die große Reiterkuppel fertig. „Ein traumhafter Anblick“, schwärmt Steffen Poser. „Vor allem eindringendes Wasser hatte die Figuren stark geschädigt“, erklärt der Leiter des Völkerschlachtdenkmals. „Die Feuchtigkeit hatte den Bewehrungsstahl zum Rosten und den Beton zum Reißen und Abplatzen gebracht.“ Etliche Teile mussten daher neu gefertigt und anmodelliert werden. Die 324 Reiterfiguren können von den Besuchern nun wieder bestaunt werden. Damit ist ein wichtiger Teilabschnitt der insgesamt 13,5 Mio. Euro teuren Restaurierung des Leipziger Völkerschlachtdenkmals geschafft.
Direkt unter der Reiterkuppel liegt die ebenfalls renovierte Sängergalerie. „Nach der Verglasung der dort liegenden Balkons, der Installation von Beleuchtung und verschiedenen Reparaturarbeiten am Naturstein kann man sich jetzt am unmittelbaren Blick auf die Reiter im Inneren und der witterungsgeschützten Aussicht auf Leipzig erfreuen“, erzählt Steffen Poser. Dies betont er nicht ohne Grund. Denn die Empore unter der Reiterkuppel war bisher nicht für Besucher zugänglich. Nun gelangen per Aufzug sogar die Rollstuhlfahrer in diese Ebene.
Ebenfalls längst begonnen hat auch die Sanierung der inneren Wendeltreppen. In den oberen Abschnitten ist sie bereits abgeschlossen, in den unteren geht es als Winterbaustelle in diesen Tagen weiter.
In der Ruhmeshalle wird Schritt für Schritt die bisherige Bleiverglasung entfernt und durch eine für das Bauwerksklima wichtige Isolierverglasung ersetzt. Im nächsten Jahr werden davor die rekonstruierten historischen Bildglasfenster eingebaut. Weiterhin werden alle Stützmauern zwischen den tragenden Pfeilern des Fundaments ersetzt und das Regenwassernetz an das große Wasserbecken angeschlossen, die Natursteinfassade gereinigt, Notrufknöpfe auf den einzelnen Ebenen und Kameras auf der Plattform installiert sowie die Bronzetüren der Ruhmeshalle aufgearbeitet.
7,5 Mio. Euro der insgesamt 13,5 Mio. Euro hat das Land Sachsen zur Verfügung gestellt. Zwar fehlen damit für die Instandsetzung der Außenanlagen noch 6,5 Mio. Euro. Allein der Bau der Haupttreppe vom Wasserbecken zum Eingangsplateau kos-tet 835 000 Euro. Doch der „Stifterbrief 2013“ zugunsten der Sanierung macht Hoffnung. Mehr als 100 Exemplare sind bereits vergeben, 170 000 Euro kamen so schon zusammen. Erst kürzlich, am 8. Oktober, überreichte Oberbürgermeister Burkhard Jung die Urkunden an die neuesten Erwerber. |
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Das Völkerschlachtdenkmal im Oktober 2010. Foto: Steffen Poser |
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