Im Zeichen des apokalyptischen Reiters: Das Leipziger Pestjahr 1680
(24.11.2010)
Die letzte Leipziger Pestepidemie ist Thema eines Vortrags von Dr. habil. Elke Schlenkrich am 2. Dezember im Stadtarchiv Leipzig. Alle interessierten Leipzigerinnen und Leipziger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.
Der "Schwarze Tod" traf die Menschen im 14. Jahrhundert völlig unvorbereitet und dementsprechend heftig. Dagegen wussten die Zeitgenossen des 17. Jahrhunderts aus Erfahrung, dass die Pest eine permanente Bedrohung darstellte. Dennoch blieb die Seuche ein Stör- und Krisenfaktor, der beträchtliche Auswirkungen auf die Lebenswelten der Bevölkerung in Stadt und Land hatte. In Leipzig brach die Pest letztmalig im Jahr 1680 aus. Anhand umfangreicher Archivbestände und Überlieferungen beleuchtet Dr. Schlenkrich in ihrem Vortrag das alltägliche Leben der Leipziger Bürger unter dem Einfluss der Epidemie. Dieses unterschied sich in vielerlei Hinsicht vom gewöhnlichen Alltag.