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Ab Montag: Ausstellung in Vorbereitung des Internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen
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(29.10.2010)
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Der Internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen am 25. November steht in diesem Jahr in Leipzig unter dem Motto „sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen“. Ab 1. November zeigt die Volkshochschule Leipzig dazu die Ausstellung „Ich habe Leben gewählt – Anne B.“, in der sich die Leipzigerinnen und Leipziger in der Ausstellung damit vertraut machen können, wie eine von dieser Gewalt Betroffene mit ihren Erfahrungen umgeht. Genka Lapön, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Leipzig, eröffnet die Ausstellung am Montag (1. November), um 18 Uhr. Sie wird bis zum 30. November zu sehen sein. Vergewaltigung und sexueller Missbrauch ist das Strafdelikt mit der höchsten Dunkelziffer. Aktuelle Umfragen belegen jedoch, dass mindestens jede fünfte Frau betroffen ist. Bei der Mehrzahl der Opfer prägt die Traumatisierung das weitere Leben. Von sexueller Gewalt in der Kindheit Betroffene verfügen über eine Vielzahl an Strategien, um mit ihren furchtbaren Erfahrungen, umzugehen. Eine der wichtigsten ist die Verdrängung, die hilfreich sein kann, um weiter zu leben. Anne B. hat auf ihrem Weg zur Heilung ihre Gefühle in Bildern und Worten festgehalten und sie so in ihre Erfahrungen integriert. Sie möchte mit ihren Bildern andere ermutigen.
Um die Öffentlichkeit für dieses tabubesetzte Thema zu sensibilisieren, gibt es im Vorfeld des Internationalen Gedenktages außer der Ausstellung „Ich habe Leben gewählt – Anne B.“ weitere Aktionen und Veranstaltungen. Am 6 November veranstaltet die Leipziger Städtegruppe von TERRE DES FEMMES in Kooperation mit der Leipziger Volkshochschule und der Stiftung Weiterdenken einen Workshop mit dem Thema "Prostitution – Angebot und Nachfrage ... und die Menschenwürde?“ Prostituierte haben oft in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt erfahren.
Zum Gedenktag selbst ist am 25. November eine „lebende Ausstellung“ der Bilder von Anne B. auf dem Willy-Brandt-Platz zu sehen. Begleitet wird diese Präsentation über zwei Stunden von einer Performance, die Leipziger und Leipzigerinnen auf achtsame Weise an das Thema sexualisierte Gewalt in der Kindheit heranführen, Mut machen und Bewältigungsstrategien aufzeigen will. Gleichzeitig werden an diesem Tag in Leipzig an verschiedenen öffentlichen Gebäuden die Flaggen „Frei leben ohne Gewalt“ gehisst. |
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