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Neubau Bornaische Brücke ab 2012

(19.12.2011)
 

Am 9. Januar startet ein bedeutendes Verkehrsbauprojekt im Süden Leipzigs. Die 1980 teilweise erneuerte Bornaische Brücke mit rund 45 Meter Spannweite, die die Bornaische Straße und zwei Straßenbahngleise über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG führt und die Stadtteile Connewitz und Dösen verbindet, wird durch einen Neubau ersetzt. Der Zustand der Stahlkonstruktion macht dies unumgänglich.

Das rund 9,7 Millionen Euro teure, zwischen der Stadt und der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH abgestimmte Vorhaben, umfasst neben dem Brückenbau auch Straßen- und Gleisbau. Für letzteren zeichnet die LVB GmbH verantwortlich. Die Arbeiten nehmen voraussichtlich rund zweieinhalb Jahre in Anspruch: Im Sommer 2014 sollen sie abgeschlossen sein.

Für den Verkehr bringen sie leider unvermeidliche Einschränkungen mit sich. Straßenbahn, Rettungsfahrzeuge, Radler und Fußgänger können zunächst die westliche Hälfte der alten Bornaischen Brücke nutzen, die von der östlichen Hälfte getrennt und zur Behelfsbrücke umgebaut wird. Ist die östliche Hälfte der neuen Brücke errichtet, steht ihnen diese zur Verfügung. Der Autoverkehr allerdings muss während der gesamten Bauzeit großräumig umgeleitet werden.
 
 

Verkehrsführung während der Bauarbeiten

 
Umleitungsplan für die Bauarbeiten an der Bornaische Brücke
Hier klicken zum vergrößern

 
Die Sperrung für den Fahrzeugverkehr beginnt am 9. Januar 2012 und dauert voraussichtlich bis Juli 2014. Sie wird etwa eine Woche vor bis eine Woche nach Beginn der Umleitungsführung mit LED-Informationstafeln angezeigt.

Stadtauswärts

  • Stadtauswärts wird der Verkehr während der Sperrung über die Karl-Liebknecht-Straße (Connewitzer Kreuz) / Wolfgang-Heinze-Straße / B2 / Goethesteig / Matzelstraße umgeleitet.


Stadteinwärts

  • Der Verkehr wird stadteinwärts umgeleitet über die Matzelstraße / Goethesteig / B2 / Ausfahrt auf Koburger Straße bzw. über die Siegfriedstraße / Dürrstraße / Zwickauer Straße / Umleitungsende vor Probstheidaer Straße. Die Umleitungsstrecken werden während der gesamten Bauzeit ausgeschildert sein.

 
 

Das Projekt Bornaische Brücke im Einzelnen

Der Abriss der alten Bornaischen Brücke erfolgt in zwei Schritten: zuerst wird die östliche Hälfte abgetragen. Auch die neue Brücke wird in zwei Hälften gebaut. Wenn die Ostseite der neuen Brücke steht, wird die alte Behelfsbrücke abgerissen und die neu errichtete Brückenhälfte nimmt den Straßenbahn-, Rad- und Fußgängerverkehr auf.

Das neue Bauwerk ist als Einfeldbrücke konzipiert, d. h. es besitzt neben den seitlichen Widerlagern keine weiteren Stützen in der Mitte. Aufgrund der Verwendung von Spannstählen weist es eine sehr schlanke Überbaukonstruktion auf. Die Herstellung des Überbaus erfolgt in überhöhter Lage, um die Behinderung für den Zugverkehr unter der Brücke auf ein Mindestmaß zu beschränken. Nach dem Betonieren und dem Ausbau des Lehrgerüstes werden die Überbauabschnitte hydraulisch abgesenkt. Am Ende steht die Kopplung der beiden Brückenhälften.

Auf die Gestaltung der Gehwegbereiche und der Brückengeländer ist besondere Sorgfalt verwandt worden. So werden zum Beispiel in Brückenmitte die seitlichen Betonbrüstungen unterbrochen und mannshohe, etwa zwei Meter breite Sichtfenster eingefügt, die es gestatten, einen Blick auf die unter der Brücke durchfahrenden Züge zu werfen.
 
 

Baukosten

Die Gesamtkosten betragen rund 9,7 Millionen Euro. In dieser Summe enthalten sind die Kosten für den Brückenbau (5,3 Millionen Euro), den Straßenbau (1,4 Millionen Euro) und den Gleisbau durch die LVB (3,0 Millionen Euro). Der Fördermittelanteil beträgt insgesamt 5,4 Millionen Euro, wovon 4,8 Millionen Euro auf die Brücke entfallen.

 
 
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Bornaische Brücke stadteinwärts, 12/2011. Foto: Stefan Nöbel-Heise
lupe

Foto: Stefan Nöbel-Heise


Bornaische Brücke stadtauswärts, 12/2011. Foto: Stefan Nöbel-Heise
lupe

Foto: Stefan Nöbel-Heise


 
 

deli.cio.us Mister Wong

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