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''HaLT'' leistet erste Hilfe bei akutem Alkoholproblem
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(21.11.2011)
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Junge Menschen können oft nicht einschätzen, wie ihr Körper auf übermäßigen Alkoholgenuss reagiert. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat das Modellprojekt „HaLT“ (Hart am Limit) gegen den exzessiven Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen hier erste Hilfe und Aufklärung geleistet. Zum Jahresende soll es vereinbarungsgemäß auslaufen. Doch das positive Fazit aller, die am Testlauf mitwirkten, lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Beratung noch am Krankenbett
„HaLT“ richtet sich in erster Linie an junge Leute, die mit einer akuten Alkoholvergiftung in die Universitätsklinik eingeliefert werden. Noch am Krankenbett erhalten sie eine erste Beratung. Sie werden motiviert, an einem Gruppenangebot teilzunehmen und sollen für einen verantwortungsbewussten und unschädlichen Umgang mit Alkohol sensibilisiert werden.
84 Jugendliche betreut
Seit Projektbeginn wurden 84 Jugendliche und deren Eltern betreut. „Wir sind froh, dass wir die meisten Jugendlichen erreichen – die Zusammenarbeit mit der Uniklinik ist sehr gut. Außerdem sind die Eltern dankbar für die schnelle und direkte Beratung“, resümiert die Suchtbeauftragte der Stadt Leipzig, Sylke Lein.
Die meisten Jugendlichen waren zwischen 15 und 17 Jahren alt und wurden mit einem durchschnittlichen Promillewert von 1,6 eingeliefert. „Sie sind zum Großteil verwirrt, kaum ansprechbar, zeigen starkes Erbrechen und Beeinträchtigungen anderer Körperfunktionen. Daneben kann es auch zu einer irreparablen Schädigung des Gehirns kommen“, sagt der Leiter für interdisziplinäre Kinderintensivmedizin am Uniklinikum, Dr. Werner Siekmeyer.
„HaLT“ wird in Zusammenarbeit von Stadt Leipzig, Universitätsklinikum und dem Projekt Drahtseil des Zentrums für Integration e.V. umgesetzt. Alle Beteiligten sind sich einig, dass es weiter fortgesetzt werden muss. Die Stadt Leipzig, die Stadt Dresden und das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz führen daher Gespräche mit allen Krankenkassen zur Möglichkeit der Weiterfinanzierung.
„HaLT“ hat in Sachsen mit Dresden und Leipzig zwei Standorte, in Deutschland sind es rund 130.
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