Leuschnerplatz soll in Platz der Friedlichen Revolution umbenannt werden
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Leuschnerplatz soll in Platz der Friedlichen Revolution umbenannt werden

(05.10.2011)
 

Die Stadtverwaltung plant, den Wilhelm-Leuschner-Platz am 9. Oktober 2013 in Platz der Friedlichen Revolution umzubenennen. Eine entsprechende Verwaltungsvorlage des Dezernates Allgemeine Ver-waltung, die der Erste Bürgermeister Andreas Müller einbrachte, passierte heute die Dienstberatung des Oberbürgermeisters.

Der Wilhelm-Leuschner-Platz wurde ausgewählt, da dort bis zum 9. Oktober 2014 das Leipziger
Freiheits- und Einheitsdenkmal entstehen soll. Bereits im Dezember 2013 will die Deutsche Bahn den City-Tunnel fertig stellen. Die entsprechende Haltestelle sollte nach Wunsch der Stadtverwaltung ebenfalls den Namen Platz der Friedlichen Revolution tragen. Außerdem planen auch die Leipziger Verkehrsbetriebe eine Umbenennung ihrer zentralen Haltestelle.

Die räumliche Ausdehnung des zukünftigen Platzes der Friedlichen Revolution wird entscheidend von der Gestaltung des Freiheits- und Einheitsdenkmals abhängen. Der Name Wilhelm Leuschner soll durch die Umbenennung nicht aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Dafür werden der Ratsversammlung Entscheidungsvorschläge unterbreitet.

Die Verwaltungsvorlage soll nach Durchlaufen der entsprechenden Ausschüsse in der November-Ratsversammlung votiert werden.


Wilhelm Leuschner

Wilhelm Leuschner, 1890 in Bayreuth geboren, trat als 17-Jähriger in die Gewerkschaft und als 23-Jähriger in die SPD ein. 1924 wurde er Mitglied des hessischen Landtages, 1928 hessischer Innenminister. Im Januar 1933 wurde Leuschner in den Bundesvorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) gewählt.
In der Gewerkschaftsarbeit galt sein Hauptaugenmerk der Schaffung besserer Bildungsmöglichkeiten für die Arbeiter und Jugend. Gegen den Terror der Nazidiktatur hielt er das Ideal der Demokratie aufrecht und arbeitete für die Zusammenführung aller Kräfte, die bereit waren gegen die Gewalt der Diktatur aufzustehen. Leuschner kämpfte aktiv in gewerkschaftsnahen Widerstandsgruppen und unterhielt Kontakte zum Kreisauer Kreis und ab 1939 auch zur Widerstandsgruppe von Carl Friedrich Goerdeler. Nach dem geplanten Putsch gegen Hitler sollte Leuschner im Schattenkabinett Beck/Goerdeler möglicherweise Vizekanzler werden. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er verhaftet, gefoltert und im September 1944 hingerichtet.
(Quelle Text Wilhelm Leuschner : www.wikipedia.de Lizenz: CC-BY-SA)
 
Kommunale Gebietsgliederung und Straßennamen


 
 
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Leuschnerplatz aus der Vogelperspektive

Lageplan Wilhelm-Leuschner-Platz mit Station City-Tunnel


 
 

deli.cio.us Mister Wong

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