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Zum Umbau des Straßenzuges Peterssteinweg / Karl-Liebknecht-Straße
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(21.11.2011)
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Vom Wilhelm-Leuschner-Platz bis zur Körnerstraße sind im Peterssteinweg und in der Karl-Liebknecht-Straße ab 2013 umfassende Baumaßnahmen geplant: Der Verkehrsraum für Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge sowie die Gleisanlagen der Stadtbahnlinie 11 werden modernisiert und neu gestaltet. Das Bauvorhaben KARLI wird gemeinsam von der Stadt Leipzig und den Leipziger Verkehrsbetrieben realisiert.
Informationsveranstaltungen
Um die Interessen und wichtigen Fragen der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils bezüglich der Planung und Durchführung des Bauvorhabens KARLI berücksichtigen zu können, initiierten die Stadt Leipzig und die Leipziger Verkehrsbetriebe ein Interessenforum für Anwohner, Händler, Gastronomen, Kulturschaffende und Gewerbetreibende. Das Interessenforum startet mit vier offenen Informationsveranstaltungen.
- Alle Anlieger sind für den 23. November, 19 Uhr, in die Aula der Petrischule (Paul-Gruner-Straße 50) eingeladen.
- Speziell an Händler, Gastronomen, Kulturschaffende, Gewerbetreibende richtet sich eine Veranstaltung am 1. Dezember, 10 Uhr, im LVZ Kuppelsaal (Peterssteinweg 19).
- 1. Dezember, 19 Uhr, im LVZ Kuppelsaal
- 9. Dezember, 19 Uhr, im Verdi-Saal des Volkshauses (Karl-Liebknecht-Straße 30-32).
In diesen Veranstaltungen wird die Vorentwurfsplanung vorgestellt, die Stadt und LVB unter Prüfung verschiedener Varianten für die Straßenraumgestaltung gemeinsam erarbeitet haben. Dabei kristallisierte sich eine Gestaltung mit einer teilweise separierten Straßenbahntrasse und durchgängigen Radverkehranlagen als diejenige heraus, die sowohl den Verkehrsanforderungen und Förderrichtlinien als auch dem Boulevardcharakter der Karl-Liebknecht-Straße am ehesten gerecht wird.
Zur Zeit rollen täglich rund 14.000 Kraftfahrzeuge durch die Karl-Liebknecht-Straße. Laut Prognose wird sich das auch bis 2020 nicht ändern. Der Radverkehr hat je nach betrachtetem Straßenabschnitt einen Anteil von 21 bis 29 Prozent, die Straßenbahnlinien 10 und 11 verkehren im Zehn-Minuten-Takt. Dabei fahren 392 Straßenbahnzüge mit rund 30.000 Fahrgästen am Tag durch diese Straße. Diesen Tatsachen müssen die Planungen Rechnung tragen.
Die Vorentwurfsplanung im Einzelnen
Der Autoverkehr aus der Petersstraße soll künftig nach rechts in den Martin-Luther-Ring und geradeaus in den Peterssteinweg fahren können. Auch der Radverkehr wird geradeaus in den Peterssteinweg geführt. Ebenso soll eine Möglichkeit geschaffen werden, dass Radfahrer vom Peterssteinweg geradeaus in Richtung Innenstadt gelangen. Dafür sollen im Peterssteinweg beidseits Radfahrstreifen eingerichtet werden.
Zwischen Dimitroffstraße / Windmühlenstraße und Riemannstraße ist südlich des Knotenpunktes vorgesehen, den Straßenbahn- und Kfz-Verkehr auf gemeinsamen Fahrstreifen zu führen. Außerdem soll es beidseitig Radfahrstreifen geben. Im Bereich Härtelstraße/ Straße des 17. Juni ist der Bau einer behindertengerechten Haltestelle mit angehobener Radfahrbahn südlich der Härtelstraße vorgesehen. Eine Ampelanlage sichert für Fußgänger die Querung des Peterssteinwegs. Die Möglichkeit zum Linksabbiegen in die Härtelstraße soll grundsätzlich erhalten bleiben. Am Knotenpunkt Riemannstraße wird die nördliche Fußgängerquerung ergänzt.
Südlich des Knotenpunktes Riemannstraße bis zur Hohen Straße sieht die Vorentwurfsplanung die Einordnung eines halbseitigen separaten Bahnkörpers sowie die stadtwärtige Führung des motorisierten Individualverkehrs auf einem danebenliegenden Fahrstreifen vor. Stadtauswärts werden der motorisierte Individualverkehr und die Straßenbahn auf einem gemeinsamen Fahrstreifen geführt. Auch in diesem Abschnitt sind beidseitige Radfahrstreifen vorgesehen. Zwischen den Straßenbäumen sind Flächen für das Parken und zur Andienung der Geschäfte geplant. Der Knotenpunkt Hohe Straße bekommt eine Fußgängerampel.
Die jetzt vor dem Sitz der LVB GmbH befindliche Haltestelle soll nach Süden hinter den Knoten Hohe Straße verschoben und in beiden Richtungen als überfahrbares Haltestellenkap behindertengerecht angelegt werden. Südlich des Knotenpunktes schließt sich der separate Bahnkörper direkt an die Haltestelle an. Der motorisierte Verkehr wird dabei jeweils auf einem Fahrstreifen neben dem Radfahrstreifen geführt, im weiteren Verlauf wird das Raster der Straßenbäume mit zwischenliegenden Stellflächen neu geordnet. Außerdem ist die Einrichtung einer Lichtsignalanlage in Höhe Shakespearestraße vorgesehen.
Im Abschnitt Shakespearestraße bis Körnerstraße sollen künftig Kfz- und Straßenbahnverkehr gemeinsam straßenbündig neben den beidseitigen Radfahrstreifen geführt werden. Der Bestand an Bäumen wird bis zur Körnerstraße durch Neupflanzungen ergänzt, stadtauswärts sind Stellflächen geplant. Am nördlichen Ende der Haltestelle Südplatz wird künftig eine komplette Fußgängersignalanlage die Querung der Karl-Liebknecht-Straße sichern.
Im gesamten neu zu gestaltenden Bereich, vom Wilhelm-Leuschner-Platz bis zur Körnerstraße, sollen möglichst viele der markanten Baumstandorte erhalten bleiben und durch Neupflanzungen ergänzt werden. Erhalten bleiben ebenfalls die typischen breiten Gehwege, die auch Raum für Freisitze bieten und damit zum Boulevardcharakter der Karl-Liebknecht-Straße beitragen.
Weitere Informationen
www.lvb.de/karli
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