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9. November: Leipzig gedenkt der Opfer der Pogromnacht
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(01.11.2012)
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In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Mitbürger wurden aus ihren Wohnungen geprügelt und verschleppt, ihre Geschäfte und Gemeindeeinrichtungen demoliert und ausgeplündert. In den frühen Morgenstunden des 10. November erreichten die Schrecken der Reichspogromnacht auch Leipzig: Gewalt gegen jüdische Mitbürger, Zerstörung ihrer Geschäfte, Wohnungen und Gemeindeeinrichtungen. Von den Nationalsozialisten wurde u. a. die große Synagoge der Jüdischen Gemeinde zu Leipzig an der Gottsched-/Ecke Zentralstraße, die am 10. September 1855 eingeweiht worden war, in Brand gesetzt. Im KZ Auschwitz starben der letzte Rabbiner der Gemeindesynagoge, Gustav Cohn (1943) und ihr Oberkantor, Samuel Lampel (1942).
Zentrale Gedenkveranstaltung am 9. November 2012, 11 Uhr
Am Ort der großen Synagoge, an dem seit 1966 ein Gedenkstein und seit 2001 ein Mahnmal aus einer sechs Meter langen, bronzenen Gedenktafel, dem Gebäudegrundriss der Synagoge in Beton und einer Installation aus 140 leeren Stühlen an die furchtbaren Ereignisse vom November 1938 erinnert wird, findet am 9. November 2012, 11 Uhr, die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Leipzig zur Pogromnacht statt. Andreas Müller, Erster Bürgermeister, und Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, werden Ansprachen halten. Nach dem Kaddisch-Gebet, das Gemeinderabbiner Zsolt Balla hält, werden am Denkmal Kränze niedergelegt. |
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