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Baggerbiss zur Gewässerverbindung Karl-Heine-Kanal - Lindenauer Hafen

(12.09.2012)
 

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, Sachsens Innenminister Markus Ulbig, Halles aktuelle Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados samt Nachfolger Dr. Bernd Wiegand und Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal haben heute gemeinsam den offiziellen Baggerbiss zum Baustart der 665 Meter langen Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen vorgenommen.

Die Gewässerverbindung schafft optimale Bedingungen für die Entwicklung des Stadtquartiers im Lindenauer Hafen und für die MARINA Leipzig-Lindenau.

2015 letzte Pflanzarbeiten geplant

Die Baumaßnahme, welche die Verlegung von Versorgungsleitungen, Wasser- und Brückenbau sowie Freianlagengestaltung umfasst, kostet insgesamt knapp 9 Millionen Euro. Für die Saison 2015 wird mit dem Abschluss der letzten Pflanzarbeiten gerechnet. Der lang gehegte Wunsch einer Bootsfahrt vom Lindenauer Hafen über die Innenstadt bis zu den Gewässern im Südraum wird damit möglich gemacht.

"Mit der Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen schaffen wir optimale Bedingungen für die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers und für die Marina Leipzig-Lindenau", sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. "Ich bin stolz, dass wir die für die Stadt Leipzig so wichtige Maßnahme nun realisieren können."
 
 

Planungen und Vorarbeit

Seit 1998 liefen die Planungen für die Gewässerverbindung vom Karl-Heine-Kanal zum Lindenauer Hafen. Die genehmigten Pläne wurden durch die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 nochmals stark in ihrer Struktur geändert. Von der an einen natürlichen Flusslauf angelehnten Planung wurde eine stärker städtebaulich geprägte Ausformung des Kanalverlaufes entwickelt. Das Aus für Olympia kam, aber die Pläne für die Anbindung blieben bestehen. Das 2005 bis 2007 erarbeitete Wassertouristische Nutzungskonzept Leipziger Neuseenland bestätigte die Notwendigkeit der Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen, den Saale-Elster-Kanal und an die Saale, um tourismuswirtschaftlich national und international punkten zu können.

2008/2009 gab es Gutachterverfahren, die den Gesamtraum des Lindenauer Hafens betrachteten. Der Lindenauer Hafen ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Leipzigs. Die Idee, den zentralen Bereich des Lindenauer Hafens als lebendiges Stadtquartier zu entwickeln, verfestigte sich. Ebenso die Chance, den nördlichen Teil des Lindenauer Hafens zu einer – im Stadtgebiet Leipzigs unbedingt erforderlichen – Marina mit touristischem und technischem Profil zu entwickeln.
 
 

Historie

Zwischen 1854 und 1865 hatte Carl Heine zur Verwirklichung des Kanalprojektes rund 92 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen gekauft. Die Errichtung eines Kanals zur Saale sollte der verkehrstechnischen Anbindung der geplanten Industriestandorte dienen. Ein weiterer Grund für den Kanalbau sah Carl Heine in der Gewinnung von rund 300.000 Kubikmeter Sanden und Kiesen, die beim Aushub des Kanalbettes für die weitere Trockenlegung der Grundstücke bei Plagwitz eingesetzt werden konnten. Durch seine Visionen lockte Carl Heine viele Geschäftspartner an, die sich auf seinen trockengelegten Grundstücken ansiedelten.
 
 

Mehr Informationen

 
 
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Oberbürgermeister Burkhard Jung (re) und  Bürgermeister Heiko Rosenthal (li) vor Ort.
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Oberbürgermeister Burkhard Jung (re) und Bürgermeister Heiko Rosenthal (li) vor Ort.


Offizieller Baggerbiss zum Baustart der 665 Meter langen Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen.
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Offizieller Baggerbiss zum Baustart der 665 Meter langen Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen.
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Offizieller Baggerbiss zum Baustart der 665 Meter langen Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen am 12. September 2012.

Fotos: Stadt Leipzig / Quo


 
 
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