DDR-Kunst aus den 1980er-Jahren im Museum der bildenden Künste
(03.02.2012)
In seiner Reihe „Ludwig in Leipzig“ zeigt das Museum der bildenden Künste ab 9. Februar die vierte Schau mit Werken aus der Sammlung Peter Ludwig. Die ausgewählten Stücke widmen sich der vielfältigen Entwicklung der Kunst in den 1980er-Jahren in der ehemaligen DDR.
Pluralismus und Kritik
In dieser Zeit erreichte die Kunst einen bis dahin nicht gekannten Pluralismus, der neben einer Vielzahl von systemnahen Standpunkten auch von grenzüberschreitenden, antiideologischen und bisweilen auch kritischen Positionen gekennzeichnet war.
So unterschiedlich die verschiedenen gesellschaftlichen und künstlerischen Ansichten der Maler waren, so stark war ihr Wunsch nach Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und individueller Freiheit. Die wenigsten begehrten offen auf, sondern suchten in ihrem künstlerischen Schaffen ihren eigenen, mehrdeutigen Weg durch die totalitären Verhältnisse.
Peter Ludwig war einer der wichtigsten Privatkäufer auf dem staatlichen Kunstmarkt der DDR.