Ergebnisse aus dem Bürgerforum zur Neuausrichtung des LVV-Konzerns
(17.01.2012)
Rund 250 Leipzigerinnen und Leipziger haben am 16. Januar 2012 im Festsaal des Neues Rathauses über den geplanten Anteilsverkauf des LVV-Unternehmens perdata diskutiert.
LVV-Geschäftsführer Josef Rahmen machte deutlich, dass der Konzern sich angesichts seiner Schuldenlast künftig stärker auf sein Kerngeschäft bei Energie, Wasser und Nahverkehr konzentrieren wolle und dazu Kapital benötige.
Finanzbürgermeister Torsten Bonew sagte, ihm seien bisher keine gangbaren und nachvollziehbaren Alternativen zur Sicherung einer bürgernahen Strom- und Wasserversorgung und der Sicherung des öffentlichen Personennahverkehrs in Leipzig unterbreitet worden"
Dem Argument Arbeitsplätze seien durch den Verkauf gefährdet, entgegnete der Kauf-Bewerber arvato systems aus dem Bertelsmann-Konzern, man habe unter anderem 75 Neueinstellungen vertraglich zugesichert. Von Leipzig aus wolle man im gesamten mitteldeutschen Markt wie auch im Ausland aktiv werden, „und das ohne Subventionen“, betonte arvato-Geschäftsführer Matthias Moeller.
Bürgerforum am 16. Janaur 2012, Foto: Stadt Leipzig