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Georg-Schumann-Straße: Bürger begrüßen Sofortmaßnahmen

(26.10.2012)
 

Die im Sommer vorgenommene Neuordnung des Straßenraums in der Georg-Schumann-Straße für Straßenbahn, Fahrräder, Autos und Fußgänger stößt bei den Anwohnern überwiegend auf positive Resonanz. Das ergab eine Befragung von rund 500 Bürgern, die täglich auf der Georg-Schumann-Straße zu tun haben, durch das vor Ort agierende Magistralenmanagement. Dieses hatte die Markierungsarbeiten mit einem wandernden Informationsstand begleitet und dabei die Bürger zu den Maßnahmen befragt.

Fast alle Befragten finden die Einrichtung von Radstreifen gut. Die Trennung des Radverkehrs vom Autoverkehr erhöht nach Meinung der meisten Radfahrer und einiger Autofahrer die Sicherheit. Kritisch beurteilt werden allerdings die Kreuzungsbereiche, in denen die Radstreifen vor den Ampeln aufhören und erst hinter dem Knoten weitergeführt werden. Die zuständigen Ämter, die das Funktionieren der Ampelkreuzungen untersuchen, bemühen sich um Lösungen. Da aber nur sehr begrenzt Flächen zur Verfügung stehen, sind die Möglichkeiten hier sehr eingeschränkt. Derzeit wird z. B. die Kreuzung Georg-Schumann-Straße / Lützowstraße vom Verkehrs- und Tiefbauamt beobachtet. Gegebenenfalls wird hier die Spuraufteilung verändert.

Vor allem Händler loben die neuen Parkplätze. ''Nun können unsere Besucher ohne Angst problemlos vor der Tür halten'', meint Ladeninhaber Stefan Sörgel. Ladeninhaber, vor deren Geschäft zwar ein Radstreifen, aber kein Parkplatz markiert ist, haben freilich Probleme, etwa mit der Anlieferung. So beklagt Steffen Seifert, Betreiber eines Pizzalieferservice, die längeren Lieferzeiten für seine Kunden, da er nicht mehr direkt vor der Tür be- und entladen kann. Hier wird in Vorbereitung der nächsten Umgestaltungsphase mit den Betroffenen nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Die meisten Autofahrer sehen die neue Verkehrssituation entspannt und verweisen auf die Möglichkeit, von der Georg-Schumann-Straße auf die Max-Liebermann-Straße auszuweichen.

''Die Sofortmaßnahmen, die ja nicht zuletzt auf Anregungen engagierter Bürgerinnen und Bürger basieren, haben sich in wesentlichen Teilen bewährt'', kommentiert Baubürgermeister Martin zur Nedden. ''Wir beobachten und analysieren die neue Situation, die als 1:1-Test für die geplante Straßenumbaumaßnahme gilt und werden prüfen, ob und wo Anpassungen nötig sind.'' Das gilt z. B. für die Frage möglicher Staus aufgrund der nun einspurigen Verkehrsführung. In den nächsten Wochen finden dazu Verkehrszählungen statt.

Kontakte für Anregungen zur Optimierung der Verkehrsführung:
Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung,Tel. 123-5410, asw@leipzig.de

 
 
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