Georg-Schumann-Straße: Verfügungsfonds zeigt erste Wirkungen
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Georg-Schumann-Straße: Verfügungsfonds zeigt erste Wirkungen

(23.02.2012)
 

Auch bei der Revitalisierung der Georg-Schumann-Straße wird der Verfügungsfonds als neues Instrument der Stadterneuerung erfolgreich eingesetzt. Das erste mit seiner Hilfe realisierte Projekt steht kurz vor der Fertigstellung: In dem zuvor leer stehenden Ladenlokal des Eckhauses Georg-Schumann-Straße 224 (Möckern) eröffnet in den nächsten Tagen ein Druckerfachgeschäft. Das rund 40 m² große Geschäft ist mit einem Aufwand von 24.000 Euro saniert worden, wovon 10.000 Euro aus dem Verfügungsfonds kamen.

„Ich freue mich, dass wir mit dem Verfügungsfond das Engagement derer unterstützen können, die sich für die Georg-Schumann-Straße als lebenswerten Arbeitsort entschieden haben. Damit tragen die Akteure dazu bei, diese wichtige Magistrale in Leipzig zu revitalisieren“, so Baubürgermeister Martin zu Nedden. Der Verfügungsfonds unterstützt kleinere Investitionen passgenau und unkompliziert in den Schwerpunktgebieten der Stadterneuerung in Leipzig, u. a. in der Georg-Schumann- und der Georg-Schwarz-Straße, im Leipziger Osten, im Leipziger Westen und in Grünau. Anträge für Projekte an der Georg-Schumann-Straße können beim Magistralenmanagement (Georg-Schumann-Straße 126) gestellt werden. Anschließend werden sie vom Magistralenrat beurteilt und dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) vorgelegt. Dieses entscheidet dann über die Förderung. Der Fonds kann von Antragstellern noch bis Sommer 2014 in Anspruch genommen werden.

Die Förderquote kann bis zu 50 Prozent betragen – d. h. durch die Förderung ist es möglich, die für ein Projekt zur Verfügung stehende Summe zu verdoppeln. Dank des Fonds können zum einen Städtebaufördermittel flexibel und lokal eingesetzt und zum anderen privates Engagement und privater Finanzressourcen zum Wohle der Quartiere aktiviert werden. Antragsberechtigt sind Privatpersonen und Gewerbetreibende ebenso wie Initiativen, Vereine und Institutionen.

Die Georg-Schumann-Straße wurde durch einen Beschluss der Ratsversammlung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2020 als „Handlungsschwerpunkt aufgrund teilräumlicher Wirkung“ definiert. Seit August 2009 arbeiteten die Stadt Leipzig und das ASW mit lokalen Akteuren, Vertretern aus Bürgervereinen, Fachämtern und Politik gemeinsam an einer Strategie, wie die Magistrale wieder revitalisiert werden kann. Dabei geht es um den Abschnitt zwischen Chausseehaus und Rathaus Wahren. Der Hauptakzent liegt dabei auf dem Bereich vom S-Bahnhof Möckern bis zur Slevogtstraße.

Darüber hinaus ist die Georg-Schumann-Straße eines von vier Modellvorhaben im Rahmen des Bundesforschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) im Forschungsfeld „Kooperation Konkret“. Hierbei geht es vor allem um die Kombination von Maßnahmen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Städtebau, Verkehr, Wirtschaft, Klima und Soziales und die entsprechende Bündelung der relevanten Förder- und Finanzierungsinstrumente.

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