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Leipzig feiert Jahrestag der Friedlichen Revolution

(10.10.2012)
 
Leuchtende ''89'' auf dem Augustusplatz. Foto: Stefan Nöbel-Heise
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Auch in diesem Jahr gestalteten die Lichtfest-Besucher auf dem Augustusplatz mit Kerzen eine leuchtende "89". Foto: Stefan Nöbel-Heise


Rund 30.000 Menschen erinnerten am Dienstagabend auf dem Augustusplatz an die entscheidende Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989. Unter der Überschrift "Grenzen überwinden" setzte sich das Lichtfest in diesem Jahr besonders mit der Rolle Ungarns während des historischen Umbruchs im Ostblock auseinander.

Grenzöffnung in Ungarn als wegweisender Impuls

Anlass für den Themenschwerpunkt war das 20. Jubiläum der Unterzeichnung des Deutsch-ungarischen Freundschaftsvertrages 2012. Die Grußworte zur Veranstaltung sprachen Oberbürgermeister Burkhard Jung und der ungarische Staatsminister Zoltán Balog. OBM Jung betonte den wegweisenden Impuls durch die Grenzöffnung in Ungarn 1989 für die Demonstrationen in Leipzig. Sorge bereite jedoch das Zurückfallen Ungarns bei der Freiheit der Presse. „Unser Zeichen aus Leipzig ist klar: Die Pressefreiheit ist nicht verhandelbar“, sagte Jung.

Leipziger Petition für Pressefreiheit in Ungarn

Die ungarischen Journalisten und diesjährigen Medienpreisträger Balázs Nagy Navarro und Aranka Szávuly hatten bereits am Nachmittag in der Nikolaikirche um Unterstützung ihrer Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban gegen die Beschneidung der Pressefreiheit in Ungarn geworben. Die Unterschriftenaktion wird von der Stadt Leipzig unterstützt.

Rede zur Demokratie von György Dalos

Auf das traditionelle Friedensgebet in der Nikolaikirche folgte die diesjährige Rede zur Demokratie des ungarischen Schriftstellers und Historikers György Dalos. In seiner Rede erinnerte er an „Sternstunden" der Demokratie in Ungarn und der DDR. Zugleich warnte er vor dem drohenden Übergewicht „passiver Bürgermengen“ in Teilen Europas gegenüber wenigen „Wahlbürgern“. Die Begriffe ‚Europa’ und ‚Demokratie’ könnten nur dann ihre Anziehungskraft behalten, „wenn sie immer wieder mit frischen sozialen und kulturellen Inhalten versehen werden“, so Dalos.

Performance aus Videoprojektion, Musik und Tanz

Die Teilnehmer des Lichtfestes erlebten gemeinsam mit zahlreichen internationalen Gästen einen bewegenden Abend. Das diesjährige Gesamtkonzept von Jürgen Meier reflektierte historische und aktuelle Bezüge in Video, Musik und Tanz. Der Aufruf zur Freiheit und Verantwortung stand dabei im Zentrum der Dramaturgie.

Außerdem gestalteten die Lichtfest-Besucher wie schon in den vergangenen Jahren auf dem Augustusplatz mit Kerzen eine leuchtende "89".

Weitere Informationen


 
Performance des Leipziger Balletts. Foto: Stefan Nöbel-Heise
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Die Performance auf dem Augustusplatz wurde gemeinsam mit
Mario Schröder, Direktor und Chefchoreograf des Leipziger Balletts, entwickelt. Foto: Stefan Nöbel-Heise


 
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Logo Herbst '89

OBM Burkhard Jung und der ungarische Schriftsteller György Dalos (r.) in der Nikolaikirche. Foto: Stefan Nöbel-Heise
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OBM Burkhard Jung und der ungarische Schriftsteller György Dalos (r.) in der Nikolaikirche. Foto: Stefan Nöbel-Heise


Die ungarischen Journalisten und Medienpreisträger 2012 Balázs Nagy Navarro und Aranka Szávuly Foto: Stefan Nöbel-Heise
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Balázs Nagy Navarro und Aranka Szávuly, ausgezeichnet mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, riefen die Leipziger Petition für Pressefreiheit in Ungarn ins Leben. Foto: Stefan Nöbel-Heise


 
 
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