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Seniorenbüros in allen zehn Stadtbezirken Leipzigs geplant
Förderprogramm zur Neuausrichtung der offenen Seniorenarbeit

(26.10.2012)
 

Die offene Seniorenarbeit in Leipzig soll neu ausgerichtet werden. Die Konzeption, das „Förderprogramm zur Neuausrichtung der offenen Seniorenarbeit“, die die Stadtverwaltung jetzt vorgelegt hat, geht über die klassische Altenbegegnung hinaus und soll älteren Menschen Dienstleistungen auf einem fachlichen Qualitätsstandard anbieten. Eine wesentliche Neuerung sind Seniorenbüros in allen Stadtteilen.

Demographischer Wandel
Grund dafür ist, dass der demografische Wandel auch Leipzig vor große Herausforderungen stellt. Bis zum Jahr 2024 wird die Zahl der über 60-Jährigen von 140.000 auf 160.000 steigen und die Zahl der über 80-Jährigen von 27.000 auf 45.000. 2024 wird jeder dritte Leipziger über 60 Jahre alt sein.

Mehr Förderung für offene Seniorenarbeit
In Leipzig bestehen seit 1990 zahlreiche Angebote für Senioren, wie Seniorenclubs, Begegnungsstätten oder auch generationenübergreifende Projekte. Unter Berücksichtigung dieser gewachsenen Strukturen und der Anforderungen des demografischen Wandels sollen die Angebote in den nächsten Jahren bedarfsorientiert weiter entwickelt werden.

Dafür beschloss die Dienstberatung des Oberbürgermeisters jetzt, die Fördermittel für die offene Seniorenarbeit 2013 gegenüber dem Vorjahr um 275.870 Euro zu erhöhen. 2013 stehen damit 933.289 Euro für diesen Bereich zur Verfügung.

Zehn neue Seniorenbüros
Im Laufe des Jahres 2013 soll in jedem der zehn Stadtbezirke ein Seniorenbüro eingerichtet werden, das gleichzeitig als Begegnungsstätte Freizeit-, Bildungs- und Angebote der Geselligkeit vorhält.

Seniorenbüros sind quartiersbezogene und wohnortnahe Anlaufstellen

  • für Senioren,
  • für ältere Menschen mit Behinderungen,
  • für deren Angehörige und
  • für Akteure im Stadtteil.


Sie bieten

  • Information,
  • Beratung und Unterstützung,
  • vermitteln an Fachdienste und
  • sind Vernetzungspunkt für weitere Angebote.


Größere und kleinere Seniorentreffs sowie Projekte ergänzen das Angebot in den Stadtbezirken.

„Offene Angebote der Seniorenarbeit in den Stadtteilen sind wichtige soziale Treffpunkte. Sie sollen zukünftig auch zu einem Anlaufpunkt für die Beratung von Senioren und Koordinierung der Angebote im Stadtteil entwickelt werden“, hebt Bürgermeister Thomas Fabian hervor. „In unserem Seniorenbüro in der Stuttgarter Allee 21 konnten wir testen, in welchem Umfang die Angebote in Anspruch genommen werden. Diese Erfahrungen flossen in das Konzept zur Weiterentwicklung der Angebote offener Seniorenarbeit ein.“

Der Evaluierungsbericht für das Modellprojekt ‚Seniorenbüro Grünau‘ ist unter www.leipzig.de/sozialamt im Bereich Angebote für Senioren zu finden.

Stadtbezirks-Senioren-Netzwerke
Zu den zehn geplanten Stadtbezirks-Senioren-Netzwerken gehören unter anderem

  • Bürgervereine,
  • Kleingartenvereine,
  • Kirchgemeinden,
  • Pflegeeinrichtungen und -dienste,
  • Sportangebote,
  • Angebote der Soziokulturellen Zentren,
  • Träger offener Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen generationsübergreifender Angebote,
  • Bildungs- und andere Einrichtungen.


Jedes der Netzwerke kann ab 2013 jährlich einen Antrag auf Förderung in Höhe von 1.000 Euro einbringen, insgesamt stehen dafür stadtweit pro Jahr 10.000 Euro zur Verfügung. Hierbei sollen insbesondere stadtteilorientierte innovative Seniorenprojekte gefördert werden. Das jeweilige Netzwerk soll selbst entscheiden, welche der Ideen zur Förderung vorgeschlagen wird. Der Seniorenbeirat wird die Anträge diskutieren und sein Votum abgeben.

 
 
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Seniorenbüro Grünau

Eröffnung des Seniorenbüros Grünau
Foto: Stadt Leipzig


Foto: Dieter Gruner


Foto: Gisela Rößner


 
 
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