Stadtgeschichtliches Museum mit neuer Schau zu bedeutenden Kriminalfällen
(12.10.2012)
Großen Leipziger Kriminalfällen auf der Spur ist das Stadtgeschichtliche Museum in seiner neuen Ausstellung „Gangster, Gauner und Ganoven“, die vom 17. Oktober bis 27. Januar 2013 im Böttchergässchen 3 zu sehen ist.
Verbrechen im Wandel der Zeit
Dabei geht die Schau vor allem der Frage nach, inwieweit sich Verbrechen sowie der Umgang der Gesellschaft mit Verbrechern und auch die Verbrechensaufklärung in den letzten Jahrhunderten verändert haben. So werden anhand von Gerichtsakten und Dokumenten 24 zum Teil spektakuläre Fälle von Betrug und Diebstahl bis hin zu Mord und Totschlag dargestellt.
Gerechtigkeit und Strafe
Bei deren Betrachtung spielt auch das Thema Strafe eine große Rolle. Wie hat sich die Bestrafung seit dem 18. Jahrhundert gewandelt, welche Gerechtigkeitsvorstellungen gab und gibt es im Laufe der Zeit? So erscheinen in der Vergangenheit verhängte Strafen heute hart und brutal, fanden damals jedoch breite Zustimmung. Da spielt auch die Todesstrafe eine Rolle, die in Leipzig eine besondere Brisanz hat – wurden hier doch die letzten Exekutionen in der DDR ausgeführt.
Auch mit der Aufklärung von Straftaten beschäftigt sich die Ausstellung und zeigt die rasante Entwicklung der Kriminaltechnik seit dem 19. Jahrhundert.
Die Schau ist für Kinder unter zehn Jahren nicht geeignet.
Ergänzende Fotoausstellung
Ergänzend dazu belegt eine Studioausstellung mit knapp 100 Tatortfotos den hohen Stellenwert der Fotografie bei der Dokumentation, aber auch der Verfolgung und Aufklärung von Straftaten.
Das Studio sollten erst Jugendliche ab 16 Jahren besuchen.