Zur Abgrenzung neuer Fördergebiete für Bund-Länder-Programm ''Stadtumbau Ost''
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Zur Abgrenzung neuer Fördergebiete für Bund-Länder-Programm ''Stadtumbau Ost''

(24.01.2012)
 

Leipzig muss seine Fördergebiete für das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ neu abgrenzen und das begleitende Fördergebietskonzept fortschreiben. Damit folgt die Stadt den Auflagen des Freistaates Sachsen, der entsprechende Anpassungen zur Voraussetzung für die weitere Bewilligung von Fördermitteln ab dem Programmjahr 2012 macht. Nach den Vorgaben des Freistaates werden die Größen der Fördergebiete reduziert und der künftige Fördermitteleinsatz auf ausgewiesene fachübergreifende Schwerpunkträume des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Leipzig 2020 konzentriert. Oberbürgermeister Burkhard Jung wird auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden im Februar die Vorlage in die Ratsversammlung einbringen. Folgende Stadtumbaugebiete sind darin vorgesehen: die Aufwertungsgebiete Georg-Schumann-Straße, Schönefeld und Leipzig-West. Grünau bleibt Rückbaugebiet. Vorrangig sollen die Fördermittel auf drei Schwerpunkte konzentriert werden: Aufwertung des öffentlichen Raumes bzw. von Freiflächen und Sicherung von stadtstrukturell besonders wichtigen Gebäuden vor allem an Magistralen und in Altbauquartieren, Förderung von innovativen Stadtumbauprojekten und des alters- bzw. familiengerechten Wohnens. Ein gezieltes Monitoring hat die Aufgabe, im Bedarfsfalle die Ausweisung weiterer Fördergebiete vorzubereiten.

Die Aufwertungsstrategie der Stadt Leipzig setzt weiterhin auf den innovativen und erfolgreichen Maßnahmebaukasten „Leipzig Spezial“, der vor allem auf die Unterstützung von Maßnahmen der Akteure vor Ort abzielt und dafür vielfältige Beratungs-, Organisations- und Lösungsangebote bereitstellt. Beispielhaft sind hier das Selbstnutzerprogramm, der Ansatz der Wächterhäuser zur Zwischennutzung leer stehender Gebäude und die Zwischennutzung brach liegender Flächen durch Gestattungsvereinbarungen. Flankiert werden derartige Maßnahmen durch Aufwertung des öffentlichen Raums und des Wohnumfeldes und die Sanierung von Schulen, Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen. In der Verbindung von „Leipzig Spezial“ mit der neuen räumlichen Schwerpunktsetzung und der Bündelung von Maßnahmen sieht Leipzig die Chance, die Entwicklung und Stabilisierung von Quartieren nachhaltig zu befördern. Ein starker Akzent liegt hierbei auch auf neuen Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung von Energieeffizienz und Klimaschutz.

Seit 2001 wurden stadtweit mehr als 13.000 Wohnungen zurück gebaut, der Leerstand ist auf rund elf Prozent zurückgegangen. Auch mittelfristig ist ein Rückbaubedarf in Leipzig gegeben. Der erforderliche Umfang des Rückbaus richtet sich nach der Entwicklung des Wohnungsmarktes und wird mittelfristig konkretisiert. Der „Entwicklungsstrategie Grünau 2020“ folgend liegt der räumliche Fokus für Abriss auf dem Stadtumbaugürtel von Grünau. Der Kernbereich von Grünau soll hingegen langfristig gestärkt werden. Hier ist der Einsatz von Abrissmitteln nur für punktuellen Rückbau in Verbindung mit Aufwertungsmaßnahmen bzw. Neubau für innovative Nutzungen vorgesehen.

 
 

deli.cio.us Mister Wong

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