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Die Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung |
Die Kinder von Carl und Anneliese Goerdeler riefen 1995 die gemeinnützige Stiftung zum Andenken an ihre Eltern ins Leben. Stiftungszweck ist die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Kunst und Kultur. Vorzugsweise soll diese Förderung der Stadt Leipzig zu Gute kommen. Die Stifter wollen damit einen Beitrag zur Erneuerung der Stadt im kommunalpolitischen und kulturellen Bereich leisten und zu einer Wiedergewinnung bürgerlichen Gestaltungswillens beitragen. Die Stiftung fördert vor allem
- Wissenschaftler bei Vorhaben zur Kommunalpolitik,
- vorzugsweise aus der Region Leipzig
- insbesondere das Grassi-Museum Leipzig und das Museum für Kunsthandwerk
Carl Goerdeler (1884 - 1945) Carl Goerdeler war Zeit seines Lebens ein engagierter Kommunalpolitiker. 1930 wurde er zum Oberbürgermeister von Leipzig gewählt. Da Goerdeler 1933 parteilos war, konnte er zunächst als Oberbürgermeister im Amt bleiben, auch wenn er der NS-Herrschaft von Beginn an mit großer Skepsis begegnete. Als sein nationalsozialistischer Stellvertreter während seiner Abwesenheit - entgegen einer ausdrücklichen Anweisung - das Mendelssohn-Denkmal entfernen ließ, trat Goerdeler im Dezember 1936 demonstrativ von seinem Amt zurück. Von 1937 bis 1939 reiste Goerdeler oft ins Ausland, um über die Verhältnisse in Deutschland zu informieren, auf den Verlust der Rechtsstaatlichkeit und die Judenverfolgungen hinzuweisen und vor Hitlers kriegerischen Absichten zu warnen. Während des Krieges wurde Goerdeler einer der führenden Männer des deutschen Widerstandes. Am 2. Februar 1945 wurde Carl Goerdeler hingerichtet. Anneliese Goerdeler (1888 - 1961) Anneliese Goerdeler begleitete und bejahte mit großer Selbstverständlichkeit den opferreichen politischen Weg ihres Mannes. Sie vermittelte ihren Kindern die Vielfältigkeit des Leipziger Kulturlebens, das besonders vom bürgerlichen Selbstbewusstsein und dessen Engagement für das Gemeinwohl getragen war. Sie fühlte sich insbesondere dem Leipziger Kunsthandwerk verbunden. Ihr Interesse galt vor allem den Ausstellungen im Grassi-Museum, einem der wenigen deutschen Museen des Kunsthandwerks. |
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Die Preisträger 2000 bis 2009 |
2009
2008
- Dr. Thomas Ammermann, Düsseldorf
2007
- Dr. M. Reiser, Halle
- Dr. F. Lohse, Dresden
2006
- Dr. Nils Behrndt, Belgien
- Dr. Carsten Maas, Hannover
2005
- Dr. Klaus Lederer, Berlin
- Carl-Peter Kleidat, Bielefeld
2004
- Dr. Jens Philipp Karr, Coburg
- Dr. Karsten Schneider, Berlin
2003
- Dr. Georg Raffetseder, Oldenburg
- Dr. Ralf Daum, Mannheim
2002
- Dr. Dietmar Bräunig, Mannheim
- Dr. Jörg Bogumil, Bochum
2001
- Dr. Elisabeth Vorbuchner, München
- Dr. Lars Holtkamp, Waltrop
2000
- Prof. Dr. Gerhard Schwabe, Koblenz
- Dr. habil Volker Kunz, Gau-Algesheim
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