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Leipziger Wissenschaftspreis 2009: Prof. Dr. Frank Zöllner |
Prof. Dr. Frank Zöllner wurde 2009 mit dem Leipziger Wissenschaftspreis für seine international anerkannten Arbeiten zu den Renaissance-Künstlern Leonardo da Vinci und Michelangelo und für sein Engagement im Leipziger Kunstbetrieb ausgezeichnet.
- Frank Zöllner wurde 1956 in Bremen geboren
- 1976 bis 1982 Studium der Kunstgeschichte und Germanistik
- 1983 bis 1985 Aby-Warburg-Stipendium in London, The Warburg Institute
- 1987 Promotion an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über das Thema 'Vitruvs Proportionsfigur'
- 1988 bis 1992 Assistent an Bibliotheca Hertziana, Rom (Max-Planck-Institut)
- 1995 Habilitation an der Universität Marburg mit einer Arbeit über 'Ausdruck und Bewegung bei Leonardo da Vinci'
- seit 1996 Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Universität Leipzig und Direktor des Instituts für Kunstgeschichte
- zahlreiche Publikationen zur Kunst der Renaissance und der Klassischen Moderne (Paul Klee, Vincent van Gogh)
- Verfasser der maßgeblichen Werkkataloge zu Leonardo da Vinci (2003), Sandro Botticelli (2005) und Michelangelo (2007)
Daneben mehrere Veröffentlichungen zu wichtigen Themen der Leipziger Kunstgeschichte, u.a.: unter dem Titel "Speicher der Erinnerung" eine Publikation zur mittelalterlichen Ausstattung der 1968 gesprengten Leipziger Universitätskirche St. Pauli (2005); eine Monographie zu dem Leipziger Architekten Georg Wünschmann (2006); der Ausstellungskatalog "Griffelkunst" (2007) zum 150sten Geburtstag Max Klingers; der Bestandskatalog der Gemälde der Tübke Stiftung Leipzig (2008, zusammen mit Annika Michalski).
Die Publikationen entstanden ausgehend von Projektseminaren mit Beiträgen von Studierenden und befassen sich in allen Fällen auch mit Forschungsdesideraten der lokalen Kunstgeschichte. So ist beispielsweise "Speicher der Erinnerung" die erste nach dem Krieg erschienene Publikation zur mittelalterlichen Ausstattung einer Leipziger Kirche; die Veröffentlichung zu Georg Wünschmann war damals die erste umfassende Werkmonographie zu einem Leipziger Baumeister der wichtigen Jahre zwischen Historismus und Neuem Bauen. Diese Veröffentlichungen dokumentieren zudem die wichtige Verzahnung von Lehre und Forschung sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit des Instituts für Kunstgeschichte mit anderen Institutionen der Stadt, beispielsweise mit dem Amt für Denkmalpflege oder der Tübke Stiftung.
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