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Schritte zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal 2009/2010

 
 

 
Beschluss der Ratsversammlung zum weiteren Vorgehen

In der 58. Ratsversammlung vom 17. Juni 2009 wurde folgender Beschluss gefasst:

1. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, ein Auslobungsverfahren für die zwei Standorte Augustusplatz und Wilhelm-Leuschner-Platz einzuleiten. Dabei sind die Auslobungsunterlagen möglichst so zu gestalten, dass die Erfahrungen des Berliner Wettbewerbs vermieden werden.

2. Standortübergreifende, den gesamten Promenadenring umfassende Konzepte sind im Wettbewerbsverfahren zulässig und als gleichwertig zu behandeln. Die Wettbewerbsteilnehmer sind über die inhaltlichen und räumlichen Aspekte des Promenadenrings zu informieren.

3. Im Ergebnis des durchgeführten Wettbewerbs für das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig wird der Oberbürgermeister zudem beauftragt, gemäß § 22 SächsGemO eine Einwohnerversammlung einzuberufen, mit der Erörterung folgender Tagesordnungspunkte:

  • Sinn und Inhalt des geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmales
  • Standortentscheidung unter Einbeziehung der bis dato vorliegenden Vorschläge, aber auch eines alternativen Konzeptes mit der Planung und Schaffung eines den gesamten Promenadenring umfassenden Ansatzes für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal;
  • Weiteres Verfahren zur Realisierung eines Freiheits- und Einheitsdenkmales.
  • Es ist dabei sicherzustellen, dass Anregungen und Hinweise aus der Einwohnerversammlung Eingang in den Abwägungsprozess finden und dessen Ergebnisse den Bürgern sowie dem Stadtrat im Vorfeld einer Beschlussfassung über den letztendlichen Standort und die konkrete Form des Denkmals zur Kenntnis gegeben werden.


4. Die Ratsversammlung stimmt dem Verfahren zu und beauftragt den Oberbürgermeister, die für das Wettbewerbsverfahren notwendigen Abstimmungen mit den Mitauslobern Bundesrepublik Deutschland und Freistaat Sachsen zu führen. Die Auslobung ist dem Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau sowie dem Fachausschuss Kultur vorzulegen.
 
 

 
Umsetzung des Beschlusses

Zur Umsetzung des Beschlusses wurde umgehend der Kontakt zum Bund und zum Freistaat Sachsen aufgenommen. Am 09. Juli 2009 fand auf Einladung des Oberbürgermeisters in Leipzig die erste Zusammenkunft der Stadt Leipzig mit Vertretern des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), der Sächsischen Staatskanzlei und Gästen statt. Im Ergebnis dieses Treffens wurde eine Arbeitsstruktur festgelegt, die den regelmäßigen Austausch zu den Fragen des Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmals, aber auch des Berliner Verfahrens einschließt.

In der Zwischenzeit wurde durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für das Berliner Denkmal ein neues Verfahren ausgelobt, nachdem ein erster Wettbewerb kein Ergebnis brachte.

Zwischen Bund, Land und Stadt wurden zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal bisher folgende Festlegungen getroffen:

  • Bund und Land begleiten das Leipziger Verfahren aktiv, werden aber nicht Mitauslober des Leipziger Wettbewerbs sein.


  • Der Bund beteiligt sich mit bis zu 5 Mio € am Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal, der Freistaat plant ca. 1,5 Mio € bereit zu stellen, der Beschluss des Landtages steht noch aus.


  • Bund und Land stellen ihre Mittel für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal nur für eine beständiges, dauerhaftes und materialisiertes Ergebnis zur Verfügung. Das heißt, dass andere Vorhaben, wie Events, Stiftungen, Preise oder ähnliches nicht förderfähig sind.

 
 

 
Bedenken zum Wettbewerb mit drei Standorten

Das BMVBS äußerte seine Bedenken gegenüber der Stadt Leipzig zur Durchführung eines Wettbewerbs mit drei Standorten, wie es der Leipziger Ratsbeschluss vorgibt. Deshalb wurde ein Projektsteuerer mit der Entwicklung eines Wettbewerbsverfahrens beauftragt, das die besondere Leipziger Situation berücksichtig.

Über den Entwurf dieses Verfahrens verständigten sich Bund, Land und Stadt am 23. April 2010 in Leipzig. Das vorgeschlagene Verfahren ist mit einem Ideenwettbewerb gekoppelt und soll zu einer Standortentscheidung vor dem eigentlichen Wettbewerb führen. Dieses Vorgehen ist aus Architekturwettbewerben hinlänglich bekannt, bei künstlerischen Wettbewerben jedoch Neuland. Bund, Land und Stadt verabredeten die Prüfung der Praktikabilität dieses Verfahrens durch ihre Behörden.
 
 

 
Expertenwerkstatt hat Grundlagen für den Ausschreibungstext erarbeitet

Parallel zum Treffen der Arbeitsgruppe aus Bund, Land und Stadt fand im Auftrag der Stadt Leipzig vom 21. bis zum 24. April 2010 der Expertenworkshop "Think Tank" statt.

Unter Leitung von Jürgen Meier, verantwortlich für die Organisation des Kunstprojektes zum Lichtfest 2009, haben die Experten des Workshops die Grundlagen für den Auslobungstext zum Wettbewerb erarbeitet. Beteiligt waren Professor Daniels, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; Andreas Höll, Leiter Wort mdr FIGARO; Susan Baumgartl, Universität Leipzig und Harry Jost, Geschäftsführer Jost Consult Projektsteuerung Halle. Einbezogen wurden Sach- und Fachverständigen, wie Tobias Hollitzer, Initiative 9. Oktober 1989; Christine Hölzig, Kunstwissenschaftlerin und Vertreterin des Sachverständigenforums Kunst am Bau und im öffentlichen Raum; Marit Schulz, Leipziger Tourismus und Marketing GmbH und Stadtplaner.

Am 27. Mai 2010 hat sich das vom Leipziger Stadtrat vorgesehene Begleitgremium konstituiert. In ihm sind Vertreter aller Fraktionen des Stadtrates sowie Vertreter von einschlägigen mit den Themen Friedliche Revolution und Denkmal befassten Initiativen vertreten. Dem Begleitgremium wurde der Stand des Verfahrens übermittelt. Das Gremium sprach sich dafür aus, dass in einem nächsten Schritt thematische Workshops durchgeführt werden sollen. Ein wichtiges Anliegen ist die Sicherstellung der Bürgerbeteiligung. Dafür wird die Stadtverwaltung einen Vorschlag unterbreiten.

Die Stadt Leipzig hält daran fest, dass das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal im Jahr des 25. Jahrestages der Friedlichen Revolution 2014 eingeweiht wird.

Im Juni 2010 hat sich der Sächsische Landtag für die Unterstützung des Projektes ausgesprochen und eine finanzielle Förderung in Aussicht gestellt.
 
 

 
Gestaltungsvorschläge für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal

Der Gestaltungsvorschlag für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal soll im Rahmen eines förmlichen Verfahrens gefunden werden. Vor dem Wettbewerbsverfahren bei der Stadt Leipzig eingehende Vorschläge können nur als Meinungsäußerung entgegengenommen werden und gelangen nicht automatisch in das Verfahren.
 
 
www.leipzig.de/denkmal

 
 
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Download Doku ExpertenwerkrundeApril 2010 „Think Tank

Download Doku Expertenrunde April 2010 „Think Tank"


 
 
 

deli.cio.us Mister Wong

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