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Leipzig 9. Oktober 1989

Das entscheidende Ereignis der Friedlichen Revolution war die große Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig. 70 000 Demonstranten überwanden ihre Angst und stellten sich mit dem Ruf „Wir sind das Volk“ den bewaffneten Sicherheitskräften entgegen. Die Friedliche Revolution war nicht mehr aufzuhalten.
 

 
Lichtfest 2011 auf dem Leipziger Augustusplatz. Foto: Stefan Nöbel-Heise
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Live-Übertragung aus Danzig während des Lichtfestes 2011 auf dem Leipziger Augustusplatz. Foto: St. Nöbel-Heise


Erinnerung an die Friedliche Revolution in Leipzig und Danzig

Lichtfest 2011

Rund 25.000 Leipziger und Gäste der Stadt erinnerten am
9. Oktober 2011 beim Lichtfest Leipzig an die Friedliche Revolution und den Herbst '89. Auf dem Augustusplatz war ab 20 Uhr eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Freiheit, Solidarität und bürgerschaftliches Engagement zu erleben: Eine Videoperformance als Großprojektion auf die Fassade der Oper Leipzig verband aktuelles und höchst emotionales historisches Foto- und Filmmaterial aus Danzig und Leipzig mit aktuellen Blickwinkeln. Eingebettet waren die Sequenzen in Live-Schaltungen von einem Sonderkonzert aus Danzig.

Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, und Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen, mahnten in ihren Grußworten, dass das errungene Gut Freiheit stets gepflegt werden müsse. Parallel gestalteten die Lichtfest-Teilnehmer mit Tausenden Kerzen wieder eine überdimensionale leuchtende "89".
 

 
''Geschichte von jenseits des Eisernen Vorhangs'' - Ausstellung auf dem Nikolaikirchhof Foto: Stefan Nöbel-Heise
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''Geschichte von jenseits des Eisernen Vorhangs'' - Ausstellung auf dem Nikolaikirchhof im Oktober 2011. Foto: Stefan Nöbel-Heise


Ausstellung „Geschichte von jenseits des Eisernen Vorhangs“

Bereits um 15 Uhr eröffnete der Botschafter der Republik Polen, Dr. Marek Prawda, gemeinsam mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, die Open-Air-Ausstellung „Geschichte von jenseits des Eisernen Vorhangs“ auf dem Nikolaikirchhof.

Friedensgebet und Rede zur Demokratie

Um 17 Uhr lud die Nikolaikirche zum traditionellen Friedensgebet ein. Die Predigt hielt in diesem Jahr Dr. Hans-Friedrich Fischer. Ebenfalls in der Nikolaikirche wurde um 18:30 Uhr die Reihe der Reden zur Demokratie fortgesetzt. Mit dem polnischen Botschafter Dr. Marek Prawda sprach erstmals seit Beginn der Reihe eine Persönlichkeit des polnischen politischen Lebens am Schauplatz der Friedensgebete.

Rede zur Demokratie von Dr. Marek Prawda

Programmheft mit allen Veranstaltungen 2011 (PDF, 3,1 MB)

Programm Lichtfest 2011 (PDF, 3 MB)

Auch zukünftig wird Leipzig eine lebendige Erinnerungskultur an den Herbst '89 pflegen. Das zentrale Element Lichtfest ist dabei strategisch zunächst bis 2014 mit den Themen Ungarn (2012), Tschechische Republik (2013) und 25. Jubiläum der Friedlichen Revolution (2014) angelegt. Geplant ist eine Fortführung des Kunst- und Bürgerprojekts an historischen Orten im europäischen Kontext.
 

 

1989 - Epochenjahr in Europa

Zu Beginn der 1980er Jahre leitete die polnische Freiheitsbewegung Solidarność eine Entwicklung ein, an deren Ende die zumeist friedlichen Revolutionen in den Ländern Mittel- und Osteuropas standen. In Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und den baltischen Staaten: Überall gingen die Menschen auf die Straße, um für Freiheit und Demokratie einzustehen.

Schwerpunkt der Lichtfest-Konzeption 2011 war der Brückenschlag in die Stadt der Solidarność: nach Danzig (Gdańsk). Zeitgleich zum Lichtfest in Leipzig fand in der polnischen Metropole anlässlich des Jahrestages der Friedlichen Revolution u. a. ein Empfang und ein Sonderkonzert in der Polnischen Ostsee Philharmonie Danzig statt. Das Orchester spielte unter der Leitung von Jürgen Wolf, Kantor der Nikolaikirche Leipzig und musikalischer Leiter des Lichtfests, Werke von Penderecki, Górecki, Bach und Brahms. Die Konzertbesucher in Danzig wiederum erhielten via Live-Übertragung Eindrücke von der Veranstaltung in Leipzig.
 

 

Veranstaltungspartner 2011

Seit 2003 liegt die Federführung der Planung, Organisation und Koordinierung der Gedenkveranstaltungen bei der Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“. Der Initiative gehören Leipziger Bürger, Organisationen, Institutionen, Museen und andere Einrichtungen an, die einen direkten Bezug zum Herbst 1989 haben.

Das Lichtfest wird von der Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig und der Initiative "Tag der Friedlichen Revolution - Leipzig 9. Oktober 1989" organisiert. Für die Ansprache der polnischen Partner sowie die Koordination der Aktivitäten in Danzig leistete das Polnische Institut in Leipzig umfangreiche Unterstützung.

Mieczysław Struk, Marschall der Woiwodschaft Pommern, und Stadtpräsident Paweł Adamowicz, Oberbürgermeister der Stadt Danzig, übernahmen die Schirmherrschaft für die Veranstaltung in Danzig. Das gemeinsame Lichtfest wurde als offizielles Projekt im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Polens (1. Juli bis 31. Dezember 2011) ausgezeichnet.

 
 
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Plakat Lichtfest 2011
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Filmdokumentation Lichtfest 2011 auf www.leipziger-freiheit.de

Lichtfest 2011 - Pressemappe (PDF, 418 KB)

Festival of Lights - Press-Kit
(PDF, 823 KB)

Lichtfest 2011 - Teczka prasowa (PDF, 860 KB)

 
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und der polnische Botschafter Dr. Marek Prawda (r.) Foto: Stefan Nöbel-Heise
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Gemeinsam mit Oberbür-germeister Burkhard Jung eröffnete der polnische Botschafter in Deutschland Dr. Marek Prawda am Abend des 9. Oktober das Lichtfest auf dem Augustusplatz. Foto: Stefan Nöbel-Heise


EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek Foto: Stefan Nöbel-Heise
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EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek wandte sich in einer Video-Botschaft an die Besucher des Lichtfestes Foto: Stefan Nöbel-Heise


Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Foto: Stefan Nöbel-Heise
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Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn sprach zur Eröffnung der Open-Air-Ausstellung „Geschichte von jenseits des Eisernen Vorhangs“ auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Stefan Nöbel-Heise


Polens Botschafter Dr. Marek Prawda und OBM Burkhard Jung (r.) in der Nikolaikirche. Foto: Stefan Nöbel-Heise
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Vor Beginn des Friedensgebetes in der Nikolaikirche: Polens Botschafter Dr. Marek Prawda und OBM Burkhard Jung (r.). Foto: Stefan Nöbel-Heise


Der polnische Botschafter Dr. Marek Prawda hielt am 9. Oktober die Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche. Foto: St. Nöbel-Heise
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Der polnische Botschafter Dr. Marek Prawda hielt am 9. Oktober die Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche. Foto: St. Nöbel-Heise


 
 

Herbst '89 - Weitere Empfehlungen

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www.herbst89.de

 
Initiativgruppe "Tag der friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober"

Informationen zum Herbst 89 in Leipzig, die "Reden zur Demokratie", Veranstaltungen und weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Initiative "Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989" Die Stadt Leipzig ist Mitglied der Gruppe.

www.herbst89.de

 

 
spacer www.ecs.gda.pl

 
Europäisches Solidarność Zentrum Gdańsk/Danzig (ECS)

Mit dem Museum der Solidarność und dem Archiv der Solidarność-Bewegung erfüllt das Europäische Solidarność Zentrum die Funktionen eines Wissenschafts- und Kulturinstituts
und leistet Bildungsarbeit.

www.ecs.gda.pl
 

 
spacer www.leipzig.polnischekultur.de

 
Polnisches Institut Berlin - Filiale Leipzig

Das Polnische Institut ist als offizielle Vertretung der Republik Polen auf dem Gebiet der Kulturdiplomatie tätig. es präsentiert und fördert polnische Kultur un Deutschland, u. a. mit einem umfangreichen Veranstaltungsangebot.

www.leipzig.polnischekultur.de
 

 
spacer www.deutsche-einheit-leipzig.de

 
Power to the People

Die Website dokumentiert mikrokosmisch die Dynamik des
Aufbruchs in Leipzig und Schritt für Schritt in anderen mittel- und osteuropäischen Ländern - beginnend mit Polen. Ein Internet-Projekt des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V., gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

www.deutsche-einheit-leipzig.de
 

 
 

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