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3. Internationale Demokratiekonferenz Leipzig 2013 |
Der 9. Oktober 1989 stellt einen Wendepunkt in der deutschen Nachkriegsgeschichte dar. 70.000 Menschen demonstrierten in Leipzig friedlich für eine demokratische Neuordnung. Diese Ereignisse und die darauffolgenden anhaltenden BürgerInnenproteste legten den Grundstein für den unaufhaltsamen Sieg der Demokratiebewegung und die Wiedervereinigung. Somit stellt der 9. Oktober 1989 für unsere Stadt eine Verpflichtung und Verantwortung dar, die damals errungenen demokratischen Werte und Prinzipien für die Zukunft zu sichern und weiter zu entwickeln.
Aus Anlass des 20. Jahrestages der Friedlichen Revolution beschloss die Stadt Leipzig, im zweijährigen Rhythmus internationale Demokratiekonferenzen zu veranstalten. Mit den Konferenzen soll kontinuierlich und langanhaltend auf ein positives Demokratieverständnis in der Gesellschaft eingewirkt werden. Dies kann nur durch eine Regelmäßigkeit und Kontinuität der Konferenzen erreicht werden.
2009 fand die 1. Internationale Demokratiekonferenz in Leipzig statt. Sie zog Bilanz des bisher Erreichten und konzentrierte sich vor allem auf den Transformations-prozess und die Zukunftsperspektiven in Mittel- und Osteuropa.
2011 folgte die zweitägige 2. Internationale Demokratiekonferenz in Leipzig mit dem Leitthema „Wir sind Demokratie! Jugend und Politik im Dialog“. 450 TeilnehmerInnen, darunter auch 35 Politiker aller drei parlamentarischen Ebenen mit dem Schirmherrn, Bundestagspräsident Prof. Lammert an der Spitze, diskutierten in welcher Form und in welchem Alter die politische und gesellschaftliche Partizipation von jungen Menschen am besten angeregt und unterstützt werden könnte. Als Ziel für die kommenden Demokratiekonferenzen wurde festgehalten, sich dieser Frage- und Problemstellung vertieft zu widmen.
Dieser Gedanke liegt nun der Planung der 3. Internationalen Demokratiekonferenz am 14./15.11.2013 im Gewandhaus und der Oper zugrunde. Die 3. Konferenz wird das Leitthema „Wir sind Demokratie! Jugend und Politik im Dialog“ aufgreifen und untersuchen, auf welche Weise junge Menschen in ihrem sozialen Umfeld für demokratische Erfahrungen sensibilisiert werden können und ihnen eine frühzeitige bewusste politische Teilhabe ermöglicht werden kann. Dabei sollen zahlreiche Perspektiven – der Jugend, der Pädagogen, der Elternschaft, der Politik und der Wissenschaft – Berücksichtigung finden. Die Stadt Leipzig und das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden wirken als Kooperationspartner bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung der Konferenz zusammen.
Leipziger Demokratiemanifest
Die Arbeitsergebnisse der Konferenz wurden in einem „Leipziger Demokratiemanifest“ verabschiedet. Dieses wird eine inhaltliche Orientierung für die zukünftigen Konferenzen bieten. Die Ergebnisse und das Manifest sind ab sofort hier einsehbar. |
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