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Der Friedlichen Revolution im öffentlichen Raum gedenken |
Das Gedenken an die Friedliche Revolution im öffentlichen Raum geht einher wird mit dem Schaffen und Gestalten von Erinnerungsorten. Spätestens seit 1999 hat die Stadt Leipzig die Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989 zielgerichtet durch eine Verbindung von lebendiger Gedenkkultur und einer sichtbaren Verankerung des Gedenkens im öffentlichen Raum befördert. Vor allem im unmittelbaren Umfeld authentischer Orte der Friedlichen Revolution und unter direkter Bezugnahme auf diese Orte zeugen neu geschaffene Denkmale von den Ereignissen des Jahres 1989.
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Der 9. Oktober als städtischer Gedenktag |
Der 9. Oktober ist als Tag der Entscheidung ein Schlüsseldatum der Friedlichen Revolution. Der friedliche Demonstrationszug von 70 000 Leipzigerinnen und Leipzigern sowie Bürgern aus ganz Mitteldeutschland auf dem Ring trotzte der enormen Bedrohung durch die Staatsgewalt und stellte den Wendepunkt in den Ereignissen des Herbstes 1989 dar. Deshalb hat die Stadt Leipzig den 9. Oktober anlässlich des 20. Jahrestags der Friedlichen Revolution 2009 als jährlichen städtischen Gedenktag eingeführt. Dabei geht es nicht um eine Historisierung des Gedenkens. Der 9. Oktober ist als „Tag der Freiheit“ dauerhaft im Gedächtnis der Stadt verankert und wird als Impuls für zukunftsweisende Aktivitäten genutzt.
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Lichtfest 2011 auf dem Augustusplatz Foto: Stefan Nöbel-Heise |
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Ruf aus Leipzig |
Die Initiative "Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober" hat im Jahr 2007 den Ruf aus Leipzig "40 + 20= 60 Jahre Bundesrepublik" initiiert, der von Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens unterzeichnet wurde. Die Initiative hat mit dieser prägnanten Formel die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass die letzten 60 Jahre deutsche Nationalgeschichte 40 Jahre der Zweistaatlichkeit und 20 Jahre des vereinten Deutschlands sind. Die Friedliche Revolution schuf die Voraussetzung nicht nur für die Wiedervereinigung, sondern auch für die endgültige Rückkehr Deutschlands als gleichberechtigter Partner in die europäische Völker- und Wertegemeinschaft. |
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Leipziger Thesen |
Anlässlich des 20. Jahrestages des 4. September 1989, dem Tag, an dem Teilnehmer des Friedensgebetes in der Leipziger Nikolaikirche ihren Protest auf die Straße trugen, veröffentlichte die Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“ ihre Leipziger Thesen.
Darin fordert sie eine Auseinandersetzung mit beiden totalitären Diktaturen in Deutschland und vertritt die Auffassung, dass sowohl Grundgesetz als auch Friedliche Revolution zu den historischen „Meistererzählungen“ der Deutschen gehören und zum politischen Bewusstsein der Bundesrepublik Maßgebliches beitragen. |
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Der 9. Oktober in Leipzig seit 1990 |
Bereits in den ersten Jahren nach der Friedlichen Revolution 1989 gedachten die Leipziger Bürger der Ereignisse des 9. Oktober in vielfältiger Weise: mit dem traditionsreichen Friedensgebet in der Nikolaikirche, mit Kundgebungen auf dem Augustusplatz, Straßenmusik, Bürgerforen, Konzerten und einem offenen Rathaus.
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Besucher des Lichtfestes 2011 Foto: Stefan Nöbel-Heise |
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